Mahmud Ahmadinedschad, Präsidentschaftswahl
Anschlag auf Physiker in Teheran: Irans Bevölkerung misstraut der offiziellen Sabotage-These
Ein Physiker wurde ermordet – und nun streiten Regime und Reformbewegung in Iran darum, zu welchem Lager er zählte. Die öffentlichen Zweifel an der offiziellen Version beweisen vor allem eines: Der Staat hat nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2009 seine Glaubwürdigkeit verloren.
Proteste: Blutige Schlacht um die Wahrheit im Iran
Die neuen Proteste der Opposition in Teheran endeten in brutalen Kämpfen mit den Sicherheitskräften. Es soll Tote gegeben haben, unter ihnen soll ein Neffe von Oppositionsführer Mussawi sein. Den Teilnehmern der Proteste geht es vor allem um die umstrittene Präsidentschaftswahl vom Juni.
Israel-Tag: Westen verurteilt Ahmadinedschads Holocaust-Leugnung
Es ist schon fast ein Ritual: Empörung in den westlichen Hauptstädten nachdem Irans Präsident Ahmadinedschad am sogenannten Israel-Tag den Holocaust geleugnet hat. Neu war in diesem Jahr, dass die iranische Opposition die Demonstrationen in Teheran für sich nutzte.
Urananreicherung: Iran will Atomprogramm “niemals” aufgeben
Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat erneut die friedlichen Absichten seines Nuklearprogramms beteuert. “Wir brauchen keine Atomwaffen”, sagte er – für alle Zeiten ausschließen könne er dies allerdings nicht. Auf die Anreicherung von Uran werde das Land “niemals” verzichten.
Festnahme im Grenzgebiet: Iran beschuldigt US-Touristen als Aufwiegler
Neue Vorwürfe aus Teheran: Irans Führung wirft drei US-Bürgern vor, die Proteste nach den Präsidentschaftswahlen unterstützt zu haben. Die Männer waren im Grenzgebiet zum Irak festgenommen worden – nun könnten sie wegen Spionage angeklagt werden.
Iran: Mussawi will Regierung mit Trauerfeier testen
Am Donnerstag sollen die Menschen im Iran derjenigen gedenken, die während der Demonstrationen gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl ums Leben kamen. Oppositionsführer Mussawi erklärt die geplante Trauerfeier zum Test für die Regierung und verkündet: Der Kampf um Reformen geht weiter.
Wut auf das Regime: Exil-Iraner treten aus Protest in Hungerstreik
In Berlin und New York haben mehr als 150 Exil-Iraner Aktionen gegen das Regime in Teheran gestartet. Um gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl und den Umgang mit Demonstranten zu protestieren, sind sie im Hungerstreik. Im Iran gerät Präsident Ahmadinedschad unter zunehmenden Druck der Geistlichkeit.
Präsidentschaftswahl: Irans Ex-Präsident Chatami fordert Referendum
Der Iran kommt politisch nicht zur Ruhe. Der iranische Ex-Präsident Mohamed Chatami hat zu einem Referendum über die Rechtmäßigkeit der Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad aufgerufen. Stimme das Volk für ihn, werde die Opposition ihren Widerstand gegen seine Wiederwahl aufgeben, sagte Chatami.
Teheran: Mussawi-Anhänger stören Freitagsgebet
Mit lauten Rufen haben Anhänger des Oppositionsführers Mussawi das Freitagsgebet in Teheran gestört. Hunderttausende Menschen waren versammelt, um die Predigt von Ex-Präsident Rafsandschani zu hören. Er sprach die Zweifel vieler Iraner am Ergebnis der Präsidentschaftswahl an und forderte, darauf zu reagieren.
Diplomatische Krise: Iran will Mitarbeitern der britischen Botschaft den Prozess machen
Der Konflikt zwischen Teheran und London spitzt sich zu: Iran will Mitarbeiter der britischen Botschaft vor Gericht stellen – sie sollen eine “bedeutende Rolle” bei den Unruhen nach der umstrittenen iranischen Präsidentschaftswahl gespielt haben. Großbritannien zeigt sich “sehr besorgt”.
Iran: Angst vor Schauprozessen gegen Demonstranten
Im Iran ist die Lage auch nach der Entscheidung des Wächterrats zum Ausgang der Präsidentschaftswahl gespannt. Die unterlegenen Kandidaten Mussawi und Karubi erklärten, den Wahlsieg Ahmadinedschads nicht anzuerkennen. Das Regime zeigt, wer Herr im Hause ist.
Neuauszählung: Iranischer Wächterrat bestätigt Wahlergebnisse
Der Wächterrat im Iran hat das bisher umstrittene Ergebnis der Präsidentschaftswahl bestätigt. Das berichtete das Staatsfernsehen. Damit ist der Sieg von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad bei der Wahl Mitte Juni aus offizieller Sicht rechtmäßig. In den vergangenen Wochen hatte es massive Ausschreitungen gegeben.
Trauermarsch abgesagt : Mussawi setzt im Iran nun auf Verhandlungslösung
Mehdi Karubi, unterlegener Kandidat bei der Präsidentschaftswahl im Iran, hat eine geplante Gedenkfeier für die Toten der Demonstrationen abgesagt. In Teheran herrscht weiter das Versammlungsverbot. Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi setzt jetzt auf Verhandlungen, um das Klima der Gewalt zu lindern.
Iran: Kandidat Karubi sagt Trauermarsch in Teheran ab
Mehdi Karubi, unterlegener Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl im Iran, hat eine geplante Gedenkfeier für die Toten der Demonstrationen abgesagt. In Teheran herrscht weiter das Versammlungsverbot. Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi setzt jetzt auf Verhandlungen, um das Klima der Gewalt zu lindern.
Exil-Iraner in Deutschland: “Wir können sie nicht in Stich lassen”
Zu Tausenden demonstrieren Iraner in Deutschland gegen die Präsidentschaftswahl in ihrer Heimat. Die Exil-Iranerin Awa Bidar spricht auf SPIEGEL ONLINE über die Qual, die Unruhen aus der Ferne verfolgen zu müssen, ihre Wut auf das Regime – und die Zerrissenheit zwischen Stolz und Sorge.
Protest gegen Präsidentenwahl: Irans Justiz droht Demonstranten mit harten Urteilen
Die festgenommenen Demonstranten in Iran müssen sich auf drakonische Strafen gefasst machen: Die Justiz hat angekündigt, den Betroffenen eine Lehre erteilen zu wollen. Der Konflikt Teherans mit dem Ausland eskaliert – Großbritannien wies zwei iranische Diplomaten aus.
Regimeopfer Neda Agha-Soltan: Propagandaschlacht um die Heldin des neuen Iran
Ihr Tod machte sie zur Ikone des Protests, nun werden neue Details über das Leben von Neda Agha-Soltan verbreitet. Die junge Iranerin liebte demnach das Reisen, nahm Gesangsstunden. Die Trauer um sie wird für das Regime gefährlich – Staatsmedien ziehen nun in die Schlacht gegen den Neda-Kult.
Proteste: Europa verurteilt brutale Gewalt in Iran
Das gewaltsame Vorgehen der iranischen Regierung gegen Demonstranten empört EU und Uno. Teheran plant angesichts der Proteste aus dem Ausland den Abzug seines Botschafters aus Großbritannien – und schließt eine Annullierung der Präsidentschaftswahl kategorisch aus.
Trotz Protesten: Irans Wächterrat lehnt Annulierung der Wahl ab
Seit Tagen toben blutige Unruhen im Iran, die Opposition wirft Amtsinhaber Ahmadinedschad Wahlbetrug vor. Dennoch sieht der Wächterrat jetzt offiziell keinen Anlass, die Präsidentschaftswahl zu annulieren. Es habe keine größeren Unregelmäßigkeiten bei den Stimmabgaben gegeben, sagte ein Sprecher.