Karl-Theodor zu Guttenberg, Wolfgang Schneiderhan
Kundus-Affäre: Amtsvorgänger kritisieren Persilschein für Guttenberg
Nach Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe attackiert auch Peter Struck den Abschlussbericht der Koalition zur Kundus-Affäre. Der Bericht sei eine “Farce”.
Koalitionsbericht: Guttenberg bekommt Persilschein für Kundus-Affäre
Ein Untersuchungsbericht der Koalition bescheinigt dem ehemaligen Verteidigungsminister “fehlerfreies Verhalten”. Die Schuld hätten andere.
Guttenberg und die Bundeswehrreform: Minister Kess auf Kollisionskurs
Sein Erfolgsrezept heißt “Frech kommt weiter”: Karl-Theodor zu Guttenberg riskiert im Kampf um die Bundeswehrreform viel, will Kabinettskollegen zwingen, auf seine Kosten zu sparen – und setzt dabei die eigene Popularität gnadenlos als Druckmittel ein. Hat er diesmal zu viel gewagt?
Kunduz-Affäre: Gefeuerte Beamte wettern gegen Guttenberg
Was geschah wirklich in der Nacht des Kunduz-Luftangriffs? Wer wusste was? Vor dem Untersuchungsausschuss haben nun die von Verteidigungsminister Guttenberg entlassenen Top-Beamten ausgesagt. Sie nutzten ihren Auftritt, um den ungeliebten Polit-Star zu belasten.
Kunduz-Jahrestag: Gefangen im Grauen der Nacht
Diese Bombennacht hat die Bundesrepublik verändert. Vor einem Jahr gab Oberst Georg Klein den Befehl, zwei Tanklaster nahe Kunduz zu zerstören. Eine fatale Fehlentscheidung. SPIEGEL ONLINE zeigt, wie es Opfern und Hinterbliebenen geht – und wie den verantwortlichen Politikern und Militärs.
Kundus-Untersuchungsausschuss: Schneiderhan belastet, Guttenberg entlastet
Die Zeugenaussagen zum Luftangriff auf zwei Tanklaster in Afghanistan sind widersprüchlich. Brigadegeneral Braunstein bestätigt die Aussage von Verteidigungsminister Guttenberg (CSU), Schneiderhan und den Ex-Staatssekretär Wichert über den Luftangriff befragt zu haben. Schneiderhan bestritt das bisher.
Kundus-Ausschuss: “Opposition will Guttenberg in den Dreck ziehen”
Die Reaktion war deutlich. Auf die Forderung der SPD nach einer Gegenüberstellung von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit seinen Ex-Spitzenberatern Wolfgang Schneiderhan und Peter Wichert, heißt es in der Union, dies sei ein Versuch, den “fähigen Minister mit Format in den Dreck” zu ziehen.
Kunduz-Affäre: SPD wirft Merkel schwere Versäumnisse vor
Kanzlerin Merkel soll nach dem Willen der Opposition vor dem Bundestagsausschuss zur Kunduz-Affäre auftreten. Die Kanzlerin, so kritisieren SPD-Politiker, habe sich nach dem Bombardement zu wenig um Aufklärung gekümmert. Die Union nennt solche Vorwürfe bösartig.
Kundus-Affäre: Die Erinnerungslücken des Staatssekretärs Wichert
Einer breiteren Öffentlichkeit war Peter Wichert nie bekannt. Dem Verteidigungsminister Jung diente er als beamteter Staatssekretär – wobei dienen der falsche Ausdruck ist. Denn am Sitz des Ministers galt Wichert als der heimliche Chef des Hauses, eine Art Schattenminister. Jetzt offenbart er ein Gedächtnisproblem.
Luftschlag der Bundeswehr: Untersuchungsausschuss als Guttenberg-Tribunal
Der Kundus-Ausschuss soll den von der Bundeswehr am 4. September 2009 in Afghanistan ausgelösten Luftschlag untersuchen. Bisher aber widmet er sich vor allem Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der erst Wochen später ins Amt kam. Die Opposition wirft ihm Lüge vor, die Union ist empört.
Guttenberg unter Druck: Minister Makellos ramponiert seinen Ruf
Irgendwas wird hängen bleiben: Karl-Theodor zu Guttenberg hat in der Kunduz-Affäre zu impulsiv gehandelt, nicht wirklich durchdacht, im Raum steht sogar der Vorwurf der Lüge. Die SPD hofft auf die Chance, den Überflieger loswerden – und der Union einen möglichen Kanzlerkandidaten zu nehmen.
Untersuchungsausschuss: Guttenberg schliddert in die Kunduz-Falle
Verteidigungsminister Guttenberg bekommt ein Problem. Nach den neuesten Aussagen im Kunduz-Ausschuss fragt die Opposition, ob er gelogen hat – falls ja, sei er “nicht mehr tragbar”. Auch Oberst Klein gerät unter Druck: Wegen des Bombardements ermittelt jetzt die Bundesanwaltschaft gegen den Offizier.
Kundus-Untersuchungsausschuss: Opposition findet Guttenberg “nicht mehr tragbar”
Oppositionspolitiker im Kundus-Untersuchungsausschuss sehen Karl-Theodor zu Guttenberg durch Aussagen der von ihm entlassenen Spitzenleute als Lügner enttarnt. Beide bestritten, Guttenberg Informationen vorenthalten zu haben. Als Verteidigungsminister sei er deshalb nicht mehr tragbar, so ein SPD-Mann.
Aussage zur Kunduz-Affäre: Schneiderhans eiskalter Report bringt Guttenberg in Bedrängnis
Klartext zur Kunduz-Affäre: Mit seiner ausführlichen Aussage im Untersuchungsausschuss hat Ex-Generalinspekteur Schneiderhan den Druck auf Verteidigungsminister Guttenberg erhöht. Der General bezichtigte seinen Ex-Chef der Lüge – räumte aber auch Fehler der Bundeswehr ein.
Kundus-Untersuchung: General verzichtet auf Abrechnung mit Guttenberg
Im Kundus-Ausschuss kämpft der Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr Wolfgang Schneiderhan um seine Ehre: Genau vorbereitet rechtfertigt er sein Handeln und versichert, zu keinem Zeitpunkt Informationen unterschlagen zu haben. Munition gegen den Verteidigungsminister liefert er kaum.
Kunduz-Affäre: Schneiderhan fühlt sich aus dem Amt gemobbt
Attacke statt Selbstkritik: Vor dem Kunduz-Untersuchungsausschuss hat sich Ex-Generalinspekteur Schneiderhan gegen den Vorwurf gewehrt, er habe Minister Guttenberg und dessen Vorgänger Jung unzureichend informiert. Seine Entlassung sei zudem durch gezielte Indiskretionen vorbereitet worden.
Kundus-Ausschuss: Schneiderhan will die Schuld nicht auf sich nehmen
Der von Karl-Theodor zu Guttenberg entlassene Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan bleibt bei seiner Version: Vor dem Kundus-Untersuchungsausschuss beantwortete er die Frage, ob der Verteidigungsminister immer genug informiert und beraten wurde, mit einem eindeutigen “Ja”. Guttenberg behauptet das Gegenteil.
Wichert und Schneiderhan als Zeugen: Guttenberg fürchtet Eklat im Kundus-Ausschuss
Im Kundus-Untersuchungsausschuss werden heute der frühere Generalinspekteur Schneiderhan und der ehemalige Staatssekretär Wichert befragt. Beide waren von Verteidigungsminister Guttenberg entlassen worden, weil dieser sich unzureichend über den Luftangriff am 4. September informiert fühlte.
Kunduz-Ausschuss: Generäle beschreiben Informationschaos bei der Bundeswehr
Es ist eine peinliche Nabelschau: Vor dem Kunduz-Ausschuss erklären zwei Spitzen-Militärs die internen Abläufe am Tag nach dem umstrittenen Bombardement auf zwei Tanklastzüge. Ihre Aussagen legen erhebliche Schwächen an der Spitze der Truppe offen.
Bundesanwaltschaft zu Afghanistan: “Nichtinternationaler bewaffneter Konflikt”
Die Bundesanwaltschaft bewertet die Situation in Afghanistan als “nichtinternationalen bewaffneten Konflikt”. Was klingt wie juristische Wortklauberei, ist entscheidend für die rechtliche Bewertung der Kunduz-Affäre – und für ein mögliches Verfahren gegen Oberst Klein.