Iran

Einreiseverbot für Grass: “Damit rückt Israel sich in die Nähe Irans”

Günter Grass darf nach einem Beschluss der Regierung in Jerusalem nicht mehr nach Israel reisen. Ein alberner und zynischer Beschluss, kritisiert der israelische Historiker Tom Segev. Im Interview spricht Segev über Zensur – und Grass’ Umgang mit seinem umstrittenen Gedicht.

Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd

Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine “literarische Todsünde”.

Neue Verhandlungen im Atomstreit: Westen verlangt von Iran Schließung unterirdischer Atomfestung

In neuen Verhandlungen über Irans Atomprogramm will der Westen die sofortige Schließung der unterirdischen Anlage Fordo und die Verlagerung von angereichertem Uran ins Ausland fordern. Das berichten US-Medien. Die Amerikaner haben offenbar wichtige Details der Nuklearfabriken ausspioniert.

Verhandlungen über Atomprogramm: Obama macht Irans Ajatollah ein Angebot

Vorsichtige Annäherung im Atomkonflikt: US-Präsident Obama hat Irans geistlichem Oberhaupt laut “Washington Post” eine Botschaft geschickt. Darin bietet er Chamenei an, das zivile Atomprogramm des Landes zu akzeptieren. Allerdings müsse Irans Regierung glaubhaft belegen, keine Bombe bauen zu wollen.

Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang

Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, “ein erbärmliches Gedicht” verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Rolf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.

Europas Presse über Grass: “Das Problem ist das Tabu des Antisemitismus”

In mehreren europäischen Zeitungen hat Günter Grass diese Woche ein Gedicht über die Lage im Nahen Osten veröffentlicht, und das Presse-Echo war gewaltig. “Grass hätte lieber schweigen sollen”, schreibt die “Presse” in Wien. “Das Problem ist das Schuldgefühl der Deutschen”, kommentiert “Le Monde”.

Debattenbeitrag zu Günter Grass: Es musste gesagt werden

Mit seinem Gedicht “Was gesagt werden muss” liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen “Staatsräson”. Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.

Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt “Gleichschaltung der Meinung”

Günter Grass äußert sich erstmals zu seinem Israel-kritischen Gedicht: Nach weltweiter Kritik spricht der Nobelpreisträger von einer Kampagne gegen sich – und kritisiert die “Gleichschaltung der Meinung”. Lob erhält er aus Iran, dort wird sein “tödlicher lyrischer Schlag gegen Israel” gefeiert.

Versicherungsschutz: Chinesen boykottieren Tanker mit iranischem Öl

Amerika und Europa bekommen bei ihren Sanktionen gegen Iran unverhoffte Hilfe: Laut Nachrichtenagentur Reuters will ein großes, chinesisches Finanzunternehmen keine Tanker mehr gegen Schäden versichern, die iranisches Öl transportieren.

Reaktionen: Staeck verteidigt Grass

“Man muss ein klares Wort sagen können”: Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste, hat Günter Grass in Schutz genommen. Es dürfe keine “reflexhafte Verurteilung” geben. Negativ bewerten dagegen viele Politiker und Zeitungen die Israel-Schelte des Schriftstellers.

Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers

Alle fragen sich, was Günter Grass zu seinem Ausfall gegen Israel bewegt haben mag. Er sagt, es gehe ihm um den Weltfrieden. Aber das ist Mummenschanz. Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten – und zwar aus ganz persönlichen Gründen.

Pressestimmen: “Ach, Grass”

Ein Proteststurm prasselt über Literaturnobelpreisträger Grass herein. Seine scharfe Kritik an Israels Atompolitik wird auch von vielen Tageszeitungs-Kommentatoren zerpflückt. “Unfug” heißt es da und “Zumutung”. Lesen Sie Auszüge aus Kommentaren vom Donnerstag:

Grass’ Israel-Schelte: Dichter im Abseits

Günter Grass ist Schriftsteller – aber auch eine politische Figur. Sein Gedicht zum Konflikt zwischen Israel und Iran hat deshalb in Berlin heftige Reaktionen aus den Reihen von Regierung und Opposition provoziert. Die Zeilen des Nobelpreisträgers stoßen fast ausnahmslos auf Ablehnung.

Israel-Iran-Konflikt: So falsch liegt Günter Grass

Neun Strophen, 69 Zeilen, die als Tabubruch daherkommen: In einem Gedicht warnt Günter Grass vor einem Krieg gegen Iran. Israel sei die wirkliche Gefahr für den Weltfrieden, urteilt der Autor. Wo hat der Literaturnobelpreisträger recht, wo irrt er? Die acht Grass-Thesen im Faktencheck.

Kriegs-Szenario mit Iran: Israel rechnet mit höchstens 300 Toten

Mit großer Sorge blickt die Welt auf den Konflikt zwischen Israel und Iran. Sollten israelische Kampfjets das Land unter Feuer nehmen, hätte dies gravierende Auswirkungen. Tel Aviv hält dagegen die Folgen für überschaubar – zumindest im eigenen Land.

Atomkonflikt: USA verschärfen Sanktionen gegen Irans Ölindustrie

Barack Obama erhöht den Druck auf das Regime in Teheran. Der US-Präsident hat einer drastischen Verschärfung der Sanktionen gegen die iranische Ölindustrie zugestimmt. Es gebe genug Öl auf dem Weltmarkt, um diesen Schritt zu gehen, erklärte Obama.

Drohender Krieg mit Iran: Israel sucht Kampfbasis in Aserbaidschan

Damit wäre das Problem des langen Anflugs gelöst: Israels Militär könnte bei einem Angriff auf Iran von Flugplätzen in Aserbaidschan aus starten, berichtet “Foreign Policy” – und so auf das Betanken seiner Jets während des Flugs verzichten. Ein Schlag gegen Teheran würde wahrscheinlicher.

Gespräche im April: Iran nimmt Verhandlungen über Atomprogramm wieder auf

Ab 13. April will Iran mit den Uno-Vetomächten und Deutschland wieder über sein Atomprogramm verhandeln. Die Gespräche lagen seit mehr als einem Jahr auf Eis. Über den Verhandlungsort wollen sich die Parteien in den kommenden Tagen einig werden.

Schockierender Bericht: Iran und Saudi-Arabien richten auch Jugendliche hin

Die Zahl der Hinrichtungen ist 2011 weltweit gestiegen. Vor allem im Nahen Osten wurden mehr Menschen als im Jahr davor exekutiert. Homosexuelle und “Gotteslästerer “sind besonders betroffen.

Mohammed el Baradei: “Jeder, der den Iran angreift, ist völlig verrückt”

Der ehemalige Direktor der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohammed el Baradei, warnt eindringlich vor einem Krieg Israels gegen den Iran: “Das würde die gesamte Region zerfetzen.”