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Iran, Israel
Angriffspläne gegen Iran: Israels Ex-Geheimdienstchef wirft Regierung Bluff vor
Israels Regierung will eine iranische Atombombe notfalls mit einem Militärschlag verhindern. Das sei eine Täuschung der Öffentlichkeit, sagt der ehemalige Chef des Inlandsgeheimdiensts. Ein solcher Angriff könne Teherans Atomprogramm nicht aufhalten, sondern die Kriegsgefahr dramatisch erhöhen.
Israels Armeechef: “Ich glaube nicht, dass Iran die Atombombe baut”
Israels Armeechef Benny Gantz rechnet nicht mit dem Bau einer Atombombe in Iran. Die Entscheidung darüber müsse das Regime in Teheran erst noch fällen, so der Generalleutnant. Er glaube an die Vernunft der iranischen Führung, gleichwohl müsse sich Israel alle Optionen offenhalten.
Streit über Israel-Gedicht: “Grass wird wie ein Aussätziger behandelt”
Israel als Aggressor und Iran als Opfer? Günter Grass baut seine Argumentation falsch auf, sagt Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn im Interview. Aber das Gedicht stoße eine wichtige Diskussion an: über den deutschen Umgang mit Entscheidungen der israelischen Regierung.
Atomkonflikt: Iran meldet Festnahme israelischer Söldner
Das Regime in Teheran hat nach eigenen Angaben eine Terrorgruppe mit Verbindungen nach Israel aufgedeckt und mehrere “Söldner” festgenommen. Angeblich wurden Bomben und Pistolen beschlagnahmt. Die Meldung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt – kurz vor dem Neustart der Atomgespräche.
Streit über Israel-Gedicht: SPD-Politiker lehnen Wahlkampfhilfe von Grass ab
Seit Jahrzehnten macht Günter Grass Wahlkampf für die Genossen. Nach dem Streit um dessen Israel-Gedicht wollen SPD-Politiker künftig allerdings auf die Hilfe des Schriftstellers verzichten. “Seine Zeit ist einfach vorbei”, heißt es.
Ostermärsche: Friedensaktivisten unterstützen Günter Grass
“Grass hat Tatsachen ins rechte Licht gerückt”: Zum Abschluss der traditionellen Ostermärsche sprangen Friedensaktivisten dem Nobelpreisträger bei. Nicht Grass gehöre an den Pranger, hieß es, sondern die Politiker, die die Lage in Nahost eskalieren ließen.
Tarnkappen-Drohnen: Wie die Amerikaner Iran ausspionieren
Dutzende Drohnenflüge über verdächtige Anlagen, eine Spezialabteilung mit Hunderten Analysten, verdeckte CIA-Operationen: So sieht laut “Washington Post” das Spionage-Programm der USA gegen Iran aus. Der Bericht offenbart vor allem neue Details über Operationen mit Tarnkappen-Drohnen.
Einreiseverbot für Grass: “Damit rückt Israel sich in die Nähe Irans”
Günter Grass darf nach einem Beschluss der Regierung in Jerusalem nicht mehr nach Israel reisen. Ein alberner und zynischer Beschluss, kritisiert der israelische Historiker Tom Segev. Im Interview spricht Segev über Zensur – und Grass’ Umgang mit seinem umstrittenen Gedicht.
Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd
Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine “literarische Todsünde”.
Neue Verhandlungen im Atomstreit: Westen verlangt von Iran Schließung unterirdischer Atomfestung
In neuen Verhandlungen über Irans Atomprogramm will der Westen die sofortige Schließung der unterirdischen Anlage Fordo und die Verlagerung von angereichertem Uran ins Ausland fordern. Das berichten US-Medien. Die Amerikaner haben offenbar wichtige Details der Nuklearfabriken ausspioniert.
Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang
Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, “ein erbärmliches Gedicht” verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Rolf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.
Europas Presse über Grass: “Das Problem ist das Tabu des Antisemitismus”
In mehreren europäischen Zeitungen hat Günter Grass diese Woche ein Gedicht über die Lage im Nahen Osten veröffentlicht, und das Presse-Echo war gewaltig. “Grass hätte lieber schweigen sollen”, schreibt die “Presse” in Wien. “Das Problem ist das Schuldgefühl der Deutschen”, kommentiert “Le Monde”.
Debattenbeitrag zu Günter Grass: Es musste gesagt werden
Mit seinem Gedicht “Was gesagt werden muss” liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen “Staatsräson”. Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.
Umstrittenes Israel-Gedicht: Günter Grass beklagt “Gleichschaltung der Meinung”
Günter Grass äußert sich erstmals zu seinem Israel-kritischen Gedicht: Nach weltweiter Kritik spricht der Nobelpreisträger von einer Kampagne gegen sich – und kritisiert die “Gleichschaltung der Meinung”. Lob erhält er aus Iran, dort wird sein “tödlicher lyrischer Schlag gegen Israel” gefeiert.
Reaktionen: Staeck verteidigt Grass
“Man muss ein klares Wort sagen können”: Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste, hat Günter Grass in Schutz genommen. Es dürfe keine “reflexhafte Verurteilung” geben. Negativ bewerten dagegen viele Politiker und Zeitungen die Israel-Schelte des Schriftstellers.
Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers
Alle fragen sich, was Günter Grass zu seinem Ausfall gegen Israel bewegt haben mag. Er sagt, es gehe ihm um den Weltfrieden. Aber das ist Mummenschanz. Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten – und zwar aus ganz persönlichen Gründen.
Pressestimmen: “Ach, Grass”
Ein Proteststurm prasselt über Literaturnobelpreisträger Grass herein. Seine scharfe Kritik an Israels Atompolitik wird auch von vielen Tageszeitungs-Kommentatoren zerpflückt. “Unfug” heißt es da und “Zumutung”. Lesen Sie Auszüge aus Kommentaren vom Donnerstag:
Grass’ Israel-Schelte: Dichter im Abseits
Günter Grass ist Schriftsteller – aber auch eine politische Figur. Sein Gedicht zum Konflikt zwischen Israel und Iran hat deshalb in Berlin heftige Reaktionen aus den Reihen von Regierung und Opposition provoziert. Die Zeilen des Nobelpreisträgers stoßen fast ausnahmslos auf Ablehnung.