Insolvenz, Karl-Theodor zu Guttenberg
Jahresrückblick: Das sind die besten Wirtschaftssprüche 2009
Deutsche-Bank Josef Ackermann will weitermachen als Reizfigur der Nation. Ex-Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) warnt vor plötzlichem Mundgeruch. Und der Insolvenzverwalter von Arcandor hat selbst mit der Lupe nichts Wertvolles mehr mehr finden können. Die wichtigsten Wirtschaftszitate 2009 zum Durchklicken.
Autobauer in der Krise: Laut Guttenberg reicht bei Opel das Geld bis Januar
Die Verhandlungen zwischen General Motors und der Bundesregierung stecken fest. Dabei drängt die Zeit: Laut Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg reichen die staatlichen Überbrückungskredite noch bis Januar – danach droht Opel die Insolvenz. Den schwarzen Peter schiebt er dem GM-Verwaltungsrat zu.
Wahlkampf um Autobauer: SPD gibt Guttenberg Mitschuld an Opel-Hängepartie
Die SPD schießt sich auf Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ein. Wirtschaftsexpertin Ute Berg gibt dem CSU-Politiker eine Mitschuld für die Hängepartie um Opel. Sie stört sich daran, dass Guttenberg immer wieder eine mögliche Insolvenz Opels ins Spiel brachte. Das habe die Verhandlungsposition der Regierung geschwächt.
Opel-Verkauf: Vorstände von GM und Magna verhandeln nun direkt
Magna-Befürworter hoffen schon auf eine Einigung: Nach zähen Verhandlungsrunden wollen sich GM und Magna nun auf höchster Ebene treffen, um über die letzten strittigen Punkte zu sprechen. Die Amerikaner allerdings lassen weiterhin unverhohlen ihre Skepsis erkennen.
Finanzkrise: Guttenberg will Zwangsverwaltung für angeschlagene Banken
Wirtschaftsminister Guttenberg plant eine Alternative zur Verstaatlichung von Banken: Er will die von Insolvenz bedrohten Häuser unter staatliche Zwangsverwaltung stellen
Schwierige Verhandlungen: Opel-Verkauf könnte sich bis in den Herbst hinziehen
Das Geschacher um Opel wird immer undurchschaubarer: Unklar ist, wie lange sich die Verkaufsgespräche hinziehen. Mit Spannung verfolgen Bund und Länder sowie die Opel-Mitarbeiter den Fortgang der Verhandlungen – und das Taktieren von GM.
Wirtschaftsminister : Guttenberg will aktive staatliche Industriepolitik
Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) pflegt das Image des strengen Marktwirtschaftlers. Nun lässt er sein Ministerium ein Konzept für die Unterstützung der Industrie erarbeiten. Der Staat spielt dabei eine wichtige Rolle. Der “Welt am Sonntag” liegen erste Eckpunkte des Konzepts vor.
“Gutachteritis”: Betriebsratschef wirft Guttenberg Anti-Opel-Verschwörung vor
Klaus Franz holt zum Gegenschlag aus: Der Opel-Betriebsratschef wirft dem Wirtschaftsministerium vor, den Autobauer gezielt in die Insolvenz treiben zu wollen. Zuvor war ein im Auftrag Guttenbergs erstelltes Gutachten bekannt geworden, das Opel verheerende Prognosen stellt.
Votum gegen Magna: Opel-Treuhänder brüskieren Merkel und Steinmeier
Die von Bund und Ländern eingesetzten Opel-Treuhänder schießen quer. Nach Informationen von “Handelsblatt” und “Financial Times Deutschland” sperren sie sich gegen einen Verkauf an Magna. Einer will den Autobauer stattdessen in die Insolvenz führen.
Wettbieten um Opel: Guttenberg fordert mehr Geld von Investoren
Widerspruch des Wirtschaftsministers: Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich im Fall Opel gegen eine Festlegung auf Magna ausgesprochen. Er erwarte von den Investoren mehr Risikobereitschaft – und bringt erneut eine Insolvenz ins Spiel.
Seehofer und Guttenberg: Krisenshow mit Star-Minister
Die CSU liefert Deutschland eine Krach- und Versöhnungsarie: 24 Stunden nach der scharfen Attacke auf seinen Minister Guttenberg verspricht Parteichef Seehofer, dass alles wieder gut ist. Der Zwischenfall zeigt, wie gewieft er taktiert – und dass ein Machtkampf in der zweiten Reihe tobt.
Nach Quelle-Rettung: Seehofer attackiert Guttenberg
Offener Streit in der CSU: Bayerns Ministerpräsident Seehofer hat Bundeswirtschaftsminister Guttenberg in ungewöhnlich scharfer Form kritisiert: Er habe in einem “Trauerspiel” Tausende Quelle-Arbeitsplätze gefährdet. Der Parteifreund setzte sich entschieden zur Wehr.
Guttenberg über Staatskredit: “Quelle ist mitnichten gerettet”
Betriebsrat und Insolvenzverwalter zeigen sich erleichtert, doch der Wirtschaftsminister warnt: Laut Karl-Theodor zu Guttenberg ist Quelle trotz des staatlichen Millionenkredits immer noch gefährdet. Das insolvente Versandhaus habe lediglich “eine faire Chance” bekommen.
Streit um Kredite: Quelle-Rettung entzweit Steinbrück und Guttenberg
Die Rettung von Quelle führt in der Großen Koalition zum Streit. Wirtschaftsminister Guttenberg wirft Steinbrück Zögerlichkeit bei der Vergabe von Hilfskrediten vor. In SPD-nahen Regierungskreisen heißt es, der CSU-Minister wolle von Problemen mit seinem Parteichef Seehofer ablenken.
Streit um Quelle-Rettung: Guttenberg knöpft sich Steinbrück vor
Die Rettung von Quelle wird zum Streitthema in der Politik: Wirtschaftsminister Guttenberg wirft Steinbrück Zögerlichkeit bei der Vergabe von Hilfskrediten vor. Die Belegschaft des insolventen Versandhändlers sieht sich bereits in den “Mühlen des Wahlkampfs”.
Versandhaus-Pleite: Guttenberg bremst bayerische Quelle-Retter
Zitterpartie bei Quelle: Der Freistaat Bayern hat Staatshilfen bereits fest zugesagt, doch ausgerechnet der oberfränkische Bundeswirtschaftsminister Guttenberg warnt vor einem Schnellschuss – und verlangt vom Pleite-Versandhaus mehr Sicherheiten. Dabei wird die Zeit immer knapper.
Marktwirtschaft: Guttenberg singt ein Loblied auf die Insolvenz
Er bleibt seiner Linie treu: Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat für das Mittel der Insolvenz geworben. Der Begriff müsse “entstigmatisiert” werden, sagte Guttenberg. Eine Insolvenz sei keine Pleite, sondern eine Chance zum Neubeginn und zum Erhalt von Arbeitsplätzen.
Wirtschaftskrise – Guttenberg rechnet mit weiteren Pleiten
Für seine Insolvenz-Erwägungen mussste Wirtschaftsminister Guttenberg schon heftige Kritik einstecken. Wer meint, er würde das Thema Pleiten nun meiden, irrt. Und auch für die SPD findet er klare Worte.
Nach Arcandor-Pleite: Guttenberg warnt SPD vor Wahlkampf mit Karstadt
Die Pleite des Warenhaus-Konzerns Arcandor heizt den Bundestagswahlkampf an. Die SPD wirft Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU) vor, für eine Insolvenz gekämpft zu haben – nicht für Arbeitsplätze. Guttenberg wehrt sich und hält den Sozialdemokraten vor, die Angst der Arcandor-Mitarbeiter zu instrumentalisieren.