Finanzkrise, Konjunkturprogramm
Aufschwung: Konjunkturspritzen des Bundes wirken erst jetzt
Eigentlich sollten die Anfang 2009 verabschiedeten Finanzhilfen schnell die Wirtschaft ankurbeln. Doch sie wirken erst jetzt – ein großes Problem.
Konjunkturspritzen: Milliarden aus Berlin wirken erst im Aufschwung
Die Anfang 2009 auf den Weg gebrachten Konjunkturprogramme sollten die Wirtschaft zügig ankurbeln. Vor Ort kommen sie aber viel zu spät an.
WM-Titel als Konjunkturprogramm: Spanien hofft auf rot-gelben Aufschwung
Endlich mal nicht über die Krise reden: Viele Spanier hoffen, dass der WM-Triumph auch die Wirtschaft befeuert. Eines ist bereits jetzt sicher: David Villa und Co. haben das Land aus der Lethargie gerissen. España bringt wieder Spaß.
EU-Kriterien: Deutschland macht mehr Schulden als erlaubt
Die Staatsverschuldung Deutschlands ist 2009 gestiegen – auf über drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit verfehlt die Bundesregierung erstmals seit 2005 wieder die Kriterien der EU. Das Defizit ist unter anderem wegen der staatlichen Konjunkturprogramme gewachsen.
Kampf gegen die Krise: IWF warnt Staaten vor Knauserigkeit
Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für 2010 eine vor sich hindümpelnde Weltwirtschaft – die Industrieländer sollten ihre Konjunkturprogramme deshalb noch nicht herunterfahren. Immerhin können die Experten der Krise auch etwas Gutes abgewinnen.
Weltbank-Prognose: Die Weltwirtschaft erholt sich nur langsam
Die schlimmste Phase der Finanzkrise ist überstanden. Zu dieser Einschätzung kommt die Weltbank in ihrer Prognose. Durch auslaufende Konjunkturprogramme werde sich aber das Wachstum im laufenden Jahr abschwächen. Einen Aufschwung erwarten die Ökonomen der Weltbank erst für 2011.
Globale Krise: IWF-Chef warnt vor zweiter Rezession
Der Aufschwung ist da, aber er ist noch nicht stabil: Der Chef des Internationalen Währungsfonds hat davor gewarnt, das Ende der Krise zu schnell auszurufen. Gerade die Industriestaaten dürften ihre Konjunkturprogramme nicht zurückfahren – sonst drohe die nächste Rezession.
Internationale Arbeitsorganisation: Krise hat weltweit 20 Millionen Arbeitsplätze vernichtet
Die Wirtschaftskrise hat überall tiefe Spuren hinterlassen: Laut Internationaler Arbeitsorganisation haben 20 Millionen Menschen weltweit ihre Jobs verloren. Die Experten warnen vor einer Verdopplung der Zahl, wenn die Staaten ihre Konjunkturprogramme zu schnell beenden.
Konjunkturprogramm: Japan schnürt offenbar neues Milliarden-Hilfspaket
Die japanische Regierung plant offenbar ein weiteres Konjunkturpaket, um die schwer angeschlagene Wirtschaft des Landes zu beleben. Einem Bericht zufolge soll es 180 Milliarden Euro umfassen – das ist deutlich mehr als im vergangenen Programm.
Kreditklemme: Private Equity entdeckt den Mittelstand
Banken leihen dem deutschen Mittelstand kein Geld mehr, die Konjunkturprogramme wirken nicht. Deshalb werden auch mittelgroße Unternehmen attraktiv für Private-Equity und Mezzanine-Kapitalgeber. Auch Privatanleger können sich über geschlossene Fonds beteiligen.
Ende der Finanzkrise: Chinas Wirtschaft wächst bald wieder zweitstellig
Die gigantischen Konjunkturprogramme zahlen sich aus: Nach Ansicht staatlicher Konjunkturforscher wird China bereits Ende des Jahres wieder zweistellig wachsen. Damit würde das Land zur alten Wachstumsstärke zurückkehren.
Deutschlandsfonds: Firmen beantragen elf Milliarden Euro Staatshilfe
Im Rahmen des Konjunkturprogramms II stellt die Bundesregierung mit dem Wirtschaftsfonds Deutschland ingesamt 115 Milliarden Euro für Unternehmen bereit. Wenn die Firmen keine Kredite von ihren Banken erhalten, können sie die Staatshilfe beanspruchen. Doch nur ein Bruchteil ist bisher genehmigt worden.
Konjunktur: In China bildet sich schon die nächste Blase
Staatliche Konjunkturprogramme und ungehemmte Kreditvergabe kurbeln das Wachstum in China stark an und erzeugen Überkapazitäten in Schlüsselbranchen. Jetzt kämpfen die Chinesen, um die Schlagseite bei ihren Industrien zu korrigieren. Experten sehen schon die Entstehung einer gewaltigen Blase.
Erholung: Chinas Konjunktur gewinnt schnell an Fahrt
In China kommt die Wirtschaft wieder auf die Beine: Die Produktion erhöhte sich so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Dazu steigen die Investitionen. Ausgestanden ist die Krise aber noch nicht, die Exporte sinken stärker als erwartet. Daher will China sein gewaltiges Konjunkturprogramm noch nicht zurückfahren.
Vor dem G-20-Gipfel: Deutsche und Briten streiten über Stopp für Staatshilfen
Der Abschwung schwächt sich ab, vor dem G-20-Gipfel in Pittsburgh mahnt Deutschland daher an, die milliardenschweren Konjunkturprogramme zurückzufahren. Doch es gibt Widerstand: Großbritannien will die Wirtschaft weiter stützen. Und auch die EZB warnt vor einem schnellen Ende der Hilfen.
Systemfrage: Was ziehen wir für Lehren aus der Finanzkrise?
Vor zwei Jahren begann die Finanzkrise, vor einem Jahr eskalierte sie nach dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers. Die Weltwirtschaft stand am Abgrund. Abhilfe schaffen sollten milliardenschwere Konjunkturprogramme und historisch niedrige Leitzinsen – Zeit für eine Zwischenbilanz.
Finanzkrise: Steinbrücks Kreditklemme
Der Finanzminister kritisiert die Banken – zu Unrecht. Wenn er will, dass diese wieder mehr Kredite vergeben, muss er ein neues Konjunkturprogramm auflegen
Energiewirtschaft: Putins Spione infiltrieren die deutsche Industrie
Die Finanzkrise hat große Auswirkungen auf die Spionage in Deutschland. Vor allem die Russen haben ihre Aktivitäten intensiviert. Denn für das wirtschaftlich zurückgebliebene Land sind geheime Informationen aus der deutschen Industrie unbezahlbar. Putin scheint Spionage als eine Art Konjunkturprogramm zu begreifen.