Amerika bleibt in einer schwierigen Lage. Die Wirtschaft wächst zwar wieder – schafft aber zu wenig neue Arbeitsplätze.
Amerika bleibt in einer schwierigen Lage. Die Wirtschaft wächst zwar wieder – schafft aber zu wenig neue Arbeitsplätze.
Es ist ein vernichtendes Zeugnis für Washington und die Wall Street: Die US-Untersuchungskommission zur Finanzkrise wirft den Geldkonzernen, Ex-Präsident Bush und Notenbankchef Bernanke glattes Versagen vor – sie hätten das Desaster verhindern können, doch sie taten genau das Falsche.
Er geht zu Oprah und gibt Autogramme, er verteidigt Foltermethoden und legt sich mit Gerhard Schröder an. George W. Bush hat wieder eine Mission: die Reinwaschung seiner Präsidentschaft. Tatsächlich halten seine Memoiren einer Faktenprüfung kaum stand. Ein Realitätscheck.
Erschienen am 23.09.2009 in DER SPIEGEL
|
Themen: Angela Merkel, Barack Obama, EU, Finanzkrise, Frank-Walter Steinmeier, G20, George W. Bush, Greenpeace, Nicolas Sarkozy, Peer Steinbrück, SPD
Die G-20-Staaten wollen in Pittsburgh Lehren aus der Finanzkrise ziehen. Doch die Amerikaner mauern beim Thema Bankerboni, Kanzlerin Merkel wird wohl abblitzen mit ihrer Forderung nach Obergrenzen. Eine Steuer auf Finanztransaktionen, Lieblingsprojekt der SPD-Minister, wird nicht mal beraten.
Notenbank-Chef Ben Bernanke soll nach dem Willen von Präsident Obama für weitere vier Jahre im Amt bleiben – obwohl er noch von George W. Bush berufen worden war. Der Fed-Boss habe in der Finanzkrise brillant gehandelt, erklärte ein hoher Beamter des Weißen Hauses.
Barack Obama will die Wirtschaft stimulieren und beschleunigt so Amerikas Abstieg. Die benötigten Milliarden werden nicht geliehen, sondern gedruckt. Kanzlerin Merkel sollte bei ihrem Washington-Besuch das tun, was Vorgänger Schröder im Irak-Krieg getan hat: Nein zum Irrweg der US-Regierung sagen.
Politiker, Ökonomen, Wirtschaftsbosse – fast alle haben die Finanzkrise dramatisch unterschätzt. Ein Blick auf Prognosen vor einem Jahr macht klar: Viele Experten ignorierten Warnsignale. Doch einige waren wahre Propheten. SPIEGEL ONLINE zeigt, wer falsch lag und wer richtig.
Die ganze Stadt eine Party-Meile: Washington hat die Amtseinführung von Barack Obama als rauschendes Fest zelebriert – das frisch gekürte Präsidentenpaar feierte und tanzte auf zehn Bällen. Aber nicht für alle Veranstalter erfüllten sich die Glamour-Hoffnungen.
Gordon Brown hat die Lektion gelernt: Eine Männerfreundschaft wie die zwischen Bush und Blair soll es nicht wieder geben. Dennoch will der britische Premier Juniorpartner von US-Präsident Obama werden – ein Plan, der scheitern dürfte.
Es war seine letzte Rede als US-Präsident: Bei seiner Ansprache an das amerikanische Volk hat US-Präsident George W. Bush Fehler in seiner achtjährigen Amtszeit eingeräumt und zugleich betont, immer im besten Interesse der USA gehandelt zu haben.
George W. Bush hat einen dringenden Wunsch von Barack Obama erfüllt: Der scheidende US-Präsident bat den Kongress, die zweite Rate des Rettungspakets für die Finanzwirtschaft freizugeben. Sein Nachfolger will die 350 Milliarden Dollar möglichst schnell nutzen.
Hart arbeiten für ehrliches Geld: Das funktioniert in der Wirtschaftskrise nicht mehr. Die Hoffnungen der US-Bürger ruhen auf Obama. Doch reicht die Geduld?
Leichterer Kreditzugang für Verbraucher und Familien sowie strengere Kontrollen: Der künftige US-Präsident Obama hat eine Überarbeitung des US-Finanz-Rettungspakets gefordert. Laut Medienberichten könnte er Präsident Bush schon bald bitten, auch die zweite Tranche des Pakets zu beantragen.
Aufatmen in Detroit: Im Ringen um eine kurzfristige Milliardenhilfe für die US-Autokonzerne hat sich das Weiße Haus offenbar grundsätzlich mit dem Kongress geeinigt. Die Kredite werden an scharfe Kontrollen geknüpft – und GM-Chef Wagoner wird wohl gehen müssen.
George W. Bush fährt dem Obama-Lager in die Parade: Der Noch-Präsident sperrt sich gegen den demokratischen Rettungsplan für die beinahe bankrotte US-Autoindustrie. Den Entwurf will er erst dann absegnen, wenn mehrere Bedingungen erfüllt sind.
George W. Bush fährt dem Obama-Lager in die Parade: Der Noch-Präsident sperrt sich gegen den demokratischen Rettungsplan für die beinahe bankrotte US-Autoindustrie. Den Entwurf will er erst dann absegnen, wenn mehrere Bedingungen erfüllt sind.
Hoffnung für die US-Autohersteller. Präsident George W. Bush (62) einigte sich mit den Demokraten im Kongress auf ein Rettungspaket. Nach einem Bericht der “New York Times” sollen die drei großen Autobauer des Landes 25 Milliarden Dollar (20 Mrd. Euro) staatliche Kredite bekommen.
Hoffnung für die US-Autohersteller. Präsident George W. Bush (62) einigte sich mit den Demokraten im Kongress auf ein Rettungspaket. Nach einem Bericht der “New York Times” sollen die drei großen Autobauer des Landes 25 Milliarden Dollar (20 Mrd. Euro) staatliche Kredite bekommen.
Noch sind es 57 Tage bis zum Amtsantritt Barack Obamas, noch heißt der amtierende Präsident George W. Bush. Doch sein Nachfolger macht bereits klar: Er will die Lösung der Finanzkrise so schnell wie möglich koordinieren. Am besten sofort.