Euro, Staatsanleihen
Schuldenkrise: EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Euro-Zone
Allein im März haben ausländische Investoren spanische Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen, heimische Anleger dagegen kaufen zu. In Italien gibt es einen ähnlichen Trend. Experten sehen darin ein Zeichen, dass der Kitt zwischen den Euro-Zonen-Ländern bröckelt.
Rückkehr der Krise: Vier Szenarien für den Euro
Spaniens Kreditwürdigkeit wurde herabgestuft, die Zinsen für italienische Staatsanleihen steigen, und immer mehr EU-Länder rebellieren gegen das deutsche Spardiktat: Die Euro-Krise ist mit Wucht zurückgekehrt. Wie geht es jetzt weiter? Eine neue Studie zeigt vier Szenarien.
Kreditversicherungen: Griechen-Spekulanten machen Kasse
Sie galten als größte Gefahr bei einer Staatspleite Griechenlands: Kreditausfallversicherungen, mit denen sich Halter griechischer Staatsanleihen für genau diesen Fall abgesichert hatten. Jetzt steht fest, wie viel den Spekulanten ausgezahlt wurde: mehr als zwei Milliarden Euro.
Finanzkrise: Griechenland schließt Anleihentausch ab
Es ist ein historischer Schritt für Griechenland: Der Zwangsumtausch der Staatsanleihen ist abgeschlossen. Der Staat ist damit einen Teil seiner Schulden los – die Investoren müssen dafür auf die Hälfte ihrer Einsätze verzichten.
Griechenlands Anleihentausch: Schuldenmeister gegen Meisterzocker
Das wichtigste Ziel ist erreicht: Griechenland kann den Großteil seiner Privatgläubiger zum Schuldenschnitt zwingen. Doch einige Spekulanten und Anleger verweigern sich dem Umtausch ihrer Staatsanleihen. Sie hoffen darauf, dass sie ihr Geld noch bekommen – zu 100 Prozent.
Griechenland-Krise: Stunde Null für die Schuldenmeister
An diesem Donnerstagabend um 21 Uhr läuft die Frist ab: Besitzer griechischer Staatsanleihen müssen sich entschieden haben, ob sie auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten. Aber sie können auch zum Schuldenschnitt gezwungen werden. Doch was folgt dann? Drei Szenarien.
Bei Krediten: EZB akzeptiert griechische Anleihen wieder als Sicherheit
Gute Nachricht für griechische Banken: Die Europäische Zentralbank erkennt griechische Staatsanleihen wieder als Sicherheit für Kredite an. Das hilft besonders den heimischen Geldinstituten, sie halten besonders viele Anleihen des Krisenstaates.
Staatsanleihen: Den USA könnte das billige Geld aus China ausgehen
Chinas Interesse an US-Staatsanleihen hat spürbar nachgelassen. Die klamme Euro-Zone könnte von den freigewordenen Devisen profitieren.
Kampf gegen Staatspleite: Griechenland startet Schuldentausch
Die griechische Regierung hat ihr Angebot für den Schuldentausch vorgelegt. Gläubiger können ab sofort ihre alten Staatsanleihen in neue mit längerer Laufzeit wechseln. Sie sollen dem pleiteberohten Land dabei mehr als die Hälfte seiner Verbindlichkeiten erlassen – rund 107 Milliarden Euro.
Strategie der EZB: Ordnungspolitik, was ist das?
Die EZB flutet die Märkte mit billigem Geld und kauft zweifelhafte Staatsanleihen auf. Mit der Tradition der alten Bundesbank haben die Euro-Hüter von heute kaum noch etwas gemeinsam. Aber sie ticken auch ganz anders als ihre Kollegen von der US-Zentralbank
Anleihe-Auktion: Zinsen für Italien sinken deutlich
Trotz der jüngsten Herabstufung: Die Zinsen für italienische Staatsanleihen sind um rund einen Prozentpunkt gesunken. Allerdings wurde Italien nicht ganz so viele Papier los wie geplant.
Meinung | Schuldenerlass: Griechen-Rettung wird bitter für Europas Steuerzahler
Die Schuldenlast Athens soll mit dem Forderungsverzicht privater Gläubiger gedrückt werden. Dies allein wird die Griechen aber nicht aus der Krise retten.
Kreditwürdigkeit: Fitch kündigt Abwertung mehrer Euro-Länder an
Vor allem für Italien wird es ganz dick kommen. Aller Voraussicht nach wird Fitch die römischen Anleihen um gleich zwei Noten herabsetzen.
Anleihenmarkt: Trotz Herabstufung kommt Spanien billiger an Geld
Das südeuropäische Land sammelt am Geldmarkt Milliarden ein. Die Anleger schenken den Europäern wieder mehr Vertrauen, denn die Zinsen sinken deutlich.
Flächendeckende Herabstufung: Ratingriese bestraft deutsche Euro-Rettungsstrategie
Deutschland freut sich seines Ratings – und übersieht, dass seine europäische Sparpolitik aus Sicht der Agentur S&P die Krise verschärft.
Flächendeckende Herabstufung: Frontalangriff gegen deutsche Euro-Rettungsstrategie
Deutschland freut sich seines Ratings – und übersieht, dass seine europäische Sparpolitik aus Sicht der Agentur S&P die Krise verschärft.
Brandbrief: Ex-Währungshüter Stark attackiert EZB-Kurs
Der Ex-Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank zeigt sich unversöhnlich: Jürgen Stark hat nach SPIEGEL-Informationen einen Brief an die Beschäftigten der Notenbank geschrieben, in dem er den Aufkauf von Staatsanleihen massiv kritisiert. Die EZB könne die Probleme der Euro-Zone nicht lösen.