Deutschland, Nationalsozialismus

Politische Rhetorik: Einmal Hitler, und du bist raus

Kaum etwas bringt einen Politiker so schnell in Schwierigkeiten wie ein Nazi-Vergleich. Das musste gerade wieder der Geschäftsführer der Berliner Piraten erfahren. Doch oft ist die Empörung nur vorgeschoben. Es geht den Kritikern eher darum, einen Konkurrenten auszuschalten.

Gedenken an Dresdner Bombennacht: Menschenkette stärker als Neonazi-Aufmarsch

Mit einer kilometerlangen Menschenkette gedenken Tausende Dresdner dem Jahrestag der Zerstörung ihrer Stadt und setzen ein Zeichen gegen Rechts – der Neonazi-Aufmarsch wird vorzeitig abgebrochen, Polizisten eskortieren die Rechtsextremen zurück zum Bahnhof. Ausschreitungen bleiben aus.

Jahrestag der Bombennacht: Weniger Neonazis als erwartet in Dresden

Mit einer kilometerlangen Menschenkette haben Tausende Dresdner gegen einen Neonazi-Aufmarsch protestiert. Die Rechtsextremisten kamen mit ihren Fackeln, Plakaten und Bannern am Jahrestag der Zerstörung Dresdens nur schleppend voran. Ausschreitungen blieben dieses Jahr aus.

Jahrestag der Bombennacht: Neonazis rüsten zum Fackellauf durch Dresden

Seit dem Morgen fliegen Hubschrauber über die Stadt, die Polizei hat Straßen abgesperrt: Hunderte Neonazis marschieren am Abend durch Dresden, sie missbrauchen den Jahrestag der Bombardierung für ihren Protest. Linken Gegendemonstranten wird es in der Sachsenstadt immer noch schwer gemacht.

Jahrestag des Dresden-Bombardements: In Trauer entzweit

Zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg planen Neonazis einen Aufmarsch. In der Bevölkerung regt sich Widerstand. Doch ein Streit über den Umgang mit der Vergangenheit blockiert ein geschlossenes Vorgehen gegen die Rechtsextremen.

Entschädigung für NS-Opfer: Gericht begrenzt Ghetto-Renten

Zwei Urteile des Bundessozialgerichts dürften den Unmut von noch lebenden jüdischen NS-Opfer wecken. Sie hatten versucht, die Auszahlung ihrer sogenannten Ghetto-Renten rückwirkend zu verlängern – und scheiterten. Das spart den Rentenkassen bis zu einer halbe Milliarde Euro.

Kriegsverbrechen-Urteil: “Eine Niederlage für die Menschenrechte”

Deutschland muss Opfern von deutschen Kriegsverbrechen in Italien keine individuellen Entschädigungen zahlen – das hat der Internationale Gerichtshof entschieden. Die Grünen sprechen von einer Niederlage für die Menschenrechte, die Linken von einer “skrupellosen Entschädigungsverweigerung”.

Urteil zu Kriegsverbrechen: Rechtsfrieden geht vor Menschenrecht

Staaten müssen für ihre Kriegsverbrechen nicht haften, wenn Privatpersonen im Ausland klagen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat ihnen jetzt “Immunität” in solchen Fällen zugesichert. Erstritten wurde das Urteil von Deutschland – Regierungen weltweit nehmen es mit Erleichterung auf.

Entschädigungsstreit mit Italien: Deutschland genießt Immunität bei Nazi-Verbrechen

Im Streit um Entschädigungen für Nazi-Opfer hat der Internationale Gerichtshof zugunsten Deutschlands geurteilt. In Italien gefällte Urteile sind nicht mit dem Völkerrecht vereinbar.

Urteil in Den Haag: Deutschland muss nicht für Nazi-Verbrechen zahlen

Die Bundesrepublik kann vor ausländischen Gerichten nicht wegen Nazi-Kriegsverbrechen auf Entschädigung verklagt werden. Das hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag entschieden. Hinterbliebene von Opfern eines Massakers in Italien hatten auf Zahlungen gehofft.

US-Auszeichnung für deutschen Einwanderer: Wie Arno Heller gegen Hitler kämpfte

1939 rettete sich der Jude Arno Heller vor dem Hitler-Regime in die USA. Nach wenigen Jahren war der deutsche Immigrant zurück in Europa – und kämpfte in US-Uniform gegen die Nazis. Nun bekommt er eine wichtige Auszeichnungen des Landes. Mit 70 Jahren Verspätung.

Reich-Ranicki im Bundestag: Bericht aus der Hölle

Einer spricht, und die Nation hört zu: Marcel Reich-Ranickis Rede vor dem Bundestag war einfach, persönlich – und deshalb umso beklemmender: Als Zeitzeuge des Naziterrors schilderte er seine Erlebnisse an einem Tag im Jahr 1942.

Gedenkstunde im Bundestag: Reich-Ranicki erinnert an Gräueltaten der Nazis

Es war eine Rede gegen das Vergessen: Am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung hat der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki vor dem Bundestag gesprochen. Als Überlebender des Warschauer Ghettos berichtete der 91-Jährige von seinen eigenen Erfahrungen mit den Untaten des NS-Regimes.

Parlamentarische Anfrage: 24 Ex-NSDAP-Mitglieder arbeiteten in Nachkriegs-Regierungen

Die Liste früherer NSDAP-Mitglieder, die später bundesdeutschen Kabinetten angehörten, ist lang: Der Antwort der Bundesregierung auf eine Linken-Anfrage zufolge gab es 24 Fälle. Die NSDAP-Mitgliedschaft allein lasse aber keine Rückschlüsse auf eine nationalsozialistische Grundeinstellung zu.

Umstrittenes Nazi-Denkmal: Nordfriesische Gemeinde baut Göring-Glocke ab

Die Intervention des Ministerpräsidenten hat rasch Wirkung gezeigt: Die nordfriesische Gemeinde Tümlauer-Koog hat ein umstrittenes Nazi-Denkmal vorerst entfernt. Die Glocke, die an den NS-Politiker Göring erinnerte, wurde abgebaut.

Umstrittenes Nazi-Denkmal: Görings Glocke

Eine Glocke mit Hakenkreuzen zu Ehren Hermann Görings, dazu ein unkritischer Erklärtext: Im nordfriesischen Tümlauer-Koog fand man es jahrelang normal, dass dieses Denkmal auf dem Platz für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs steht. Jetzt greift Ministerpräsident Carstensen ein.

Sirtaki vs. Hakenkreuz: Deutsche und Griechen im Kampf der Klischees

Wenn es um Griechenland geht, bedienen sich deutsche Medien munter aller möglichen Klischees. Griechische Medien machen es umgekehrt nicht besser.

Geheimdienst: NS-Verbrecher sollte für den BND Fidel Castro ausspionieren

Vier Jahre lang hat der Bundesnachrichtendienst den ehemaligen NS-Verbrecher Walther Rauff beschäftigt. Nach SPIEGEL-Informationen sollte der Erfinder der mobilen Gaskammer Fidel Castro ausspionieren. Heute distanziert sich der BND von seinem Ex-Mitarbeiter.

Nazi-Vergleiche: “Das vierte Reich Deutschland erobert Europa”

Das Londoner Boulevardblatt “Daily Mail” warnt mal wieder vor Nazi-Deutschland. Solche Vergleiche sind tatsächlich keine Seltenheit.

Nach Auflösung von Heß-Grab: Rechtsextremisten demonstrieren in Wunsiedel

Das Grab von Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß in Wunsiedel ist aufgelöst. Dennoch marschieren Rechtsextreme weiter durch die Stadt. Am Samstag kamen etwa 250 Neonazis – viele Bürger sind empört.