Deutschland, Iran

Atomprogramm: Erste Hoffnung nach Gesprächen mit Iran

Ein Jahr lang lagen die Atomgespräche mit Iran auf Eis, jetzt sind sie wieder aufgenommen worden – und verliefen offenbar erfolgreich: Vertreter der Islamischen Republik und den Vetomächten der Uno plus Deutschland zeigten sich nach einem ersten Treffen zufrieden. Weitere Runden sollen folgen.

Ölembargo umgekehrt: Iran verkündet Lieferstopp nach Deutschland

Ab Juli soll das Embargo gegen Iran greifen, doch das Land dreht den Spieß einfach um. Nach Frankreich, Großbritannien, Griechenland und Spanien bekommt nun angeblich auch Deutschland kein Öl mehr.

Streit über Israel-Gedicht: SPD-Politiker lehnen Wahlkampfhilfe von Grass ab

Seit Jahrzehnten macht Günter Grass Wahlkampf für die Genossen. Nach dem Streit um dessen Israel-Gedicht wollen SPD-Politiker künftig allerdings auf die Hilfe des Schriftstellers verzichten. “Seine Zeit ist einfach vorbei”, heißt es.

Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd

Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine “literarische Todsünde”.

Streit über Kritik an Israel: Historiker geißelt Grass-Gedicht als Hassgesang

Günter Grass bemüht sich, seine Kritik an Israel zu relativieren. Doch das Echo bleibt verheerend. Historiker werfen ihm vor, “ein erbärmliches Gedicht” verfasst zu haben. Schriftstellerkollege Rolf Hochhuth sagt, er schäme sich als Deutscher für Grass.

Europas Presse über Grass: “Das Problem ist das Tabu des Antisemitismus”

In mehreren europäischen Zeitungen hat Günter Grass diese Woche ein Gedicht über die Lage im Nahen Osten veröffentlicht, und das Presse-Echo war gewaltig. “Grass hätte lieber schweigen sollen”, schreibt die “Presse” in Wien. “Das Problem ist das Schuldgefühl der Deutschen”, kommentiert “Le Monde”.

Debattenbeitrag zu Günter Grass: Es musste gesagt werden

Mit seinem Gedicht “Was gesagt werden muss” liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen “Staatsräson”. Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.

Reaktionen: Staeck verteidigt Grass

“Man muss ein klares Wort sagen können”: Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste, hat Günter Grass in Schutz genommen. Es dürfe keine “reflexhafte Verurteilung” geben. Negativ bewerten dagegen viele Politiker und Zeitungen die Israel-Schelte des Schriftstellers.

Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers

Alle fragen sich, was Günter Grass zu seinem Ausfall gegen Israel bewegt haben mag. Er sagt, es gehe ihm um den Weltfrieden. Aber das ist Mummenschanz. Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten – und zwar aus ganz persönlichen Gründen.

Pressestimmen: “Ach, Grass”

Ein Proteststurm prasselt über Literaturnobelpreisträger Grass herein. Seine scharfe Kritik an Israels Atompolitik wird auch von vielen Tageszeitungs-Kommentatoren zerpflückt. “Unfug” heißt es da und “Zumutung”. Lesen Sie Auszüge aus Kommentaren vom Donnerstag:

Grass’ Israel-Schelte: Dichter im Abseits

Günter Grass ist Schriftsteller – aber auch eine politische Figur. Sein Gedicht zum Konflikt zwischen Israel und Iran hat deshalb in Berlin heftige Reaktionen aus den Reihen von Regierung und Opposition provoziert. Die Zeilen des Nobelpreisträgers stoßen fast ausnahmslos auf Ablehnung.

Israel-Iran-Konflikt: So falsch liegt Günter Grass

Neun Strophen, 69 Zeilen, die als Tabubruch daherkommen: In einem Gedicht warnt Günter Grass vor einem Krieg gegen Iran. Israel sei die wirkliche Gefahr für den Weltfrieden, urteilt der Autor. Wo hat der Literaturnobelpreisträger recht, wo irrt er? Die acht Grass-Thesen im Faktencheck.

Gespräche im April: Iran nimmt Verhandlungen über Atomprogramm wieder auf

Ab 13. April will Iran mit den Uno-Vetomächten und Deutschland wieder über sein Atomprogramm verhandeln. Die Gespräche lagen seit mehr als einem Jahr auf Eis. Über den Verhandlungsort wollen sich die Parteien in den kommenden Tagen einig werden.

SPIEGEL-Gesprächsreihe: Joschka Fischer warnt vor Wettrüsten am Golf

“So gefährlich wie jetzt war es noch nie”: Joschka Fischer fürchtet die Eskalation des Atomstreits mit Iran. In der gemeinsamen Gesprächsreihe von SPIEGEL und Körber-Stiftung ging es um einen möglichen Waffengang gegen Teheran, aber auch um die Euro-Krise und die Piraten.

Livestream zur SPIEGEL-Gesprächsreihe: Debatte mit Joschka Fischer

Euro-Krise, Atomkonflikt mit Iran, Gewalt in Syrien: Ex-Außenminister Joschka Fischer diskutiert mit SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo – Sie können die Gesprächsrunde “Der Montag an der Spitze” live verfolgen.

Neuer Botschafter: Israel will deutsche Führungsrolle im Iran-Konflikt

Der neue israelische Botschafter Hadas-Handelsman fordert von Deutschland eine aktive Position im Iran-Konflikt. Der Iran sei “ein Problem für ganze Welt”.

Neuer Botschafter: Israel bittet Angela Merkel im Iran-Konflikt um Hilfe

Der neue israelische Botschafter Hadas-Handelsman fordert von Deutschland eine aktive Führungsrolle im Iran-Konflikt. Der Iran sei “ein Problem für ganze Welt”.

Atomkonflikt: Israel drängt USA zu harter Linie gegen Iran

Israels Premier Netanjahu reist nach Washington – und er hat einen klaren Auftrag. Sein Land will von den USA konkrete Zusagen für militärische Operationen gegen Iran. Doch die Regierung Obama zögert: Sie befürchtet Terrorattacken. Auch für Deutschland gibt es entsprechende Szenarien.

E10: Benzin in Deutschland so teuer wie nie zuvor

Den schwachen Euro-Kurs und die hohen Preise für Rohöl bekommen auch die deutschen Autofahrer zu spüren. Die Preise erreichen neue Rekorde.

Kostenexplosion: Spritpreis in Deutschland erreicht neuen Rekordstand

Den schwachen Euro-Kurs und die hohen Preise für Rohöl bekommen auch die deutschen Autofahrer zu spüren. Die Preise explodieren.