Automobilindustrie, Finanzkrise

Branchenausblick 2012: Mehr Hoffen als Bangen

Die meisten deutschen Unternehmen rechnen weiter mit Wachstum – wenn die Finanzkrise nicht eskaliert. Ein Überblick.

GM-Börsengang: Wiedergeburt in Detroit

Es ist das Comeback des Jahres: Der frühere Pleitekonzern General Motors will wieder an die Börse. In der Krise hatte die US-Regierung den Autogiganten übernommen, jetzt will sie einen Teil der Milliardeninvestition zurück. Für den amerikanischen Steuerzahler könnte der Deal trotzdem teuer werden.

Statistik: Frauen sind die Gewinner der Krise

Die Wirtschaftskrise hat vor allem die Branchen getroffen, in denen viele Männer arbeiten. Hier sank die Zahl der Arbeitnehmer im Krisenjahr 2009 deutlich. Weibliche Beschäftigte gibt es dagegen mehr als vor dem Abschwung.

Kein Krisenende: Deutsche-Bank-Chefvolkswirt prophezeit Pleiten-Zunahme

Für die klassischen Industriebranchen wird das nächste Jahr noch einmal hart: Norbert Walter, Chefsvolkswirt der Deutschen Bank, erwartet vor allem in der Autoindustrie und im Maschinenbau einen massiven Anstieg der Firmeninsolvenzen. Der schwache Dollar verstärke den Druck noch.

Abzug der C-Klasse-Produktion: Daimler garantiert alle Jobs in Sindelfingen

Die Mitarbeiter des Daimler-Werks in Sindelfingen können aufatmen: Kein Arbeitsplatz soll verloren gehen. Bis 2020 will der Konzern definitiv auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und die bisher beim Bau der C-Klasse Beschäftigten anderweitig unterbringen.

Entscheidung bis 2010: GM gibt Saab einen Monat für die Übernahme

Der akut vom Aus bedrohte schwedische Autohersteller Saab kann möglicherweise bis Jahresende doch noch verkauft werden. Der Aufsichtsrat des bisherigen US-Mutterkonzerns General Motors teilte mit: Es gebe neue Übernahme-Angebote.

EU-Kommission: Wirtschaftkrise trifft vor allem Männer

In der Krise haben vor allem Männer ihre Jobs verloren. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Kommission in einem Bericht. Der Grund: Männerdomänen wie die Bauwirtschaft oder die Automobilindustrie sind besonders stark von der Krise betroffen.

Autokrise: Merkel will GM-Debakel aussitzen

Es war ihr erster öffentlicher Aufritt nach dem GM-Debakel: Angela Merkel sprach bei der Mittelstandstagung der Union – und sagte kein Wort zum Hickhack um den Autokonzern. Die Kanzlerin spielt auf Zeit.

Auftragsboom: VW plant weitere Sonderschichten

Kein deutscher Autobauer hat so von der Abwrackprämie profitiert wie Volkswagen: Jetzt verhandelt der Konzern über weitere Zusatzschichten bis zum Jahresende. Bei der Konzernmarke Skoda sieht es dagegen weniger gut aus.

Daimler, Opel & Co.: Deutsche Autobauer sparen an Personalkosten

Die Krise in der Autoindustrie wird den großen deutschen Herstellern auch in den nächsten Jahren zu schaffen machen. Die Abwrackprämie hat nur vorübergehend für Entlastung gesorgt. Die Beschäftigten verzichten auf den vollen Lohn, auf Weihnachtsgeld oder arbeiten kurz. Sicher sind ihre Stellen wohl trotzdem nicht.

Ost-Motorradmarke: Emmely soll marode Motorenwerke Zschopau retten

Die Bürgschaften fehlen, Geld auch – trotzdem sind sie wild entschlossen: Die Ex-Motorradfahrer Wimmer und Waldmann wollen die marode Ost-Motorradmarke MZ retten. Hoffnungsträger ist dabei ein Elektroroller namens Emmely.

Autobranche im Abwrackfieber: Bei deutschen Autobauern droht Job-Kahlschlag

Daimler reduziert die Kurzarbeit, BMW fährt die Produktion hoch und die Zahl der Pkw-Neuzulassungen steigt um satte 40 Prozent: Mit Tempo preschen Deutschlands Autobauer durch die Krise. Doch der Abwrackrausch vernebelt den Blick auf die Probleme der Branche – jeder zehnte Job ist in Gefahr.

Pkw-Neuzulassungen: Konzerne fürchten Absturz nach dem Abwrack-Boom

Dank Abwrackprämie brummt der Autoabsatz: Allein im Juni stieg die Zahl der Neuzulassungen um 40 Prozent. Vorerst geben sich die Lobbyisten der Branche optimistisch – doch im kommenden Jahr droht den Herstellern ein rasanter Absturz.

Sozial-Misere: Behinderten-Werkstätten Opfer der Finanzkrise

Die Wirtschaftskrise macht keinen Halt vor sozialen Einrichtungen. So stellen sich Behinderten-Werkstätten auf harte Zeiten ein, denn die Auftragslage ist trüb. Die Werkstätten arbeiten viel für die Autoindustrie. Für rund 270.000 Behinderte würde ein Wegbrechen der Aufträge bedeuten, dass sie keine Aufgabe mehr hätten.

Autoindustrie: GM blockiert offenbar Opel-Treuhandmodell

Die Opel-Rettungspläne der Bundesregierung stoßen einem Magazinbericht zufolge auf Widerstand. Das favorisierte Treuhandmodell für Opel scheitert demnach voraussichtlich an der Konzernmutter General Motors (GM). Das Unternehmen will Opel trotz anstehender Insolvenz nicht abgeben. Auch die US-Regierung stelle sich quer.

Autoindustrie: Verheugen macht GM-Tochter Opel wenig Hoffnung

Einen Einstieg des Staates bei Unternehmen oder eine umfassende Stützung hält Günter Verheugen für “nicht wünschenswert”. Somit sieht der EU-Industriekommissar auch eine mögliche Hilfe für Opel mit großer Skepsis. Verheugen warnte zudem in ungewöhnlicher Schärfe vor den Folgen der Finanzkrise.

Autoindustrie: Deutschland verfällt dem Abwrack-Wahn

Die Bundesregierung verlängert bis zum Ende des Wahljahres die Abwrackprämie für Autos. Doch die Erfahrungen mit der Subvention auf Pump zeigen: Sie fördert besonders ausländische Hersteller und ist ökonomisch, ökologisch und finanzpolitisch mehr als fragwürdig.

Mangelnde Umweltstandards: BMW-Chef kritisiert Abwrackprämie

In der Automobilindustrie wächst die Kritik an der beschlossenen Verlängerung der Abwrackprämie. Nach Daimler-Chef Dieter Zetsche attackiert jetzt auch BMW-Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer die Regelung – ausgerechnet aus Umweltschutzgründen.

Gipfelvorbereitung: Merkel und Sarkozy einig im Kampf gegen die Krise

Schulterschluss zwischen Deutschland und Frankreich: Kanzlerin Merkel und Staatschef Sarkozy wollen im Kampf gegen die Finanzkrise an einem Strang ziehen. Beide vereinbarten zudem eine engere Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung der Autoindustrie.

Absatzprobleme: Japanische Autoproduktion bricht ein

Die Wirtschaftskrise schlägt voll auf die japanische Autoindustrie durch: Die Konzerne bauten im Januar 41 Prozent weniger Fahrzeuge als noch ein Jahr zuvor. Auch die Industrieproduktion schrumpfte um zehn Prozent.