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Atomkraft, Energiewirtschaft
Jahresbilanz 2011: Trotz Atomausstieg – Deutschland exportiert Strom
Die Atomlobby warnte vor einer Stromlücke, doch das Gegenteil ist eingetreten: Obwohl acht Kernkraftwerke abgeschaltet wurden, hat Deutschland 2011 Elektrizität ins Ausland verkauft. Schwierig werde die Versorgungslage aber im Winter.
Ruf nach Subventionen: Warum die Briten den Atom-Streit mit Brüssel riskieren
Die sonst so marktliberale Cameron-Regierung trommelt für Subventionen für neue Kernkraftwerke – und will dafür grünes Licht von der EU-Kommission. Das Anliegen hat keine Chance in Brüssel. Die Briten riskieren dennoch Strafen. Denn ohne Subventionen können sie keine neuen Reaktoren bauen.
Greenpeace-Studie: AKW-Betreiber könnten sich vor Entsorgungskosten drücken
Der Atomausstieg steht, jetzt müssen die Meiler zurückgebaut werden – einer Greenpeace-Studie zufolge wird das bis zu 44 Milliarden Euro kosten. Die Rücklagen der vier großen Stromversorger reichten nicht aus, warnen die Umweltschützer, einspringen müssten die Steuerzahler.
Studie: Nachhaltige Fonds investieren in Waffen und Atomkraft
Sie versprechen Anlegern, ethische, soziale und ökologische Grundsätze zu beachten. Doch laut einer neuen Studie stecken Nachhaltigkeitsfonds ihr Geld auch in moralisch fragwürdige Unternehmen. Es fehlt ein klar definierter Mindeststandard.
Russische Nuklearoffensive im Film: Stromromanze vom Atom-Iwan
Leben und lieben im Kraftwerk – als gäbe es nichts Selbstverständlicheres: Die russische Kino-Romanze “Atom-Iwan” wirkt wie ein Werbestreifen für die nuklearen Pläne Russlands. Die Regierung in Moskau träumt von einer atomaren Wiedergeburt, in der auch Deutschland eine große Rolle spielt.
Energiewende: RWE und E.on geben britische AKW-Pläne auf
Für die Energiekonzerne E.on und RWE ist bald weitgehend Schluss mit Atomkraft. Nach dem erzwungen Ausstieg in Deutschland begraben die beiden Unternehmen nun auch ihre gemeinsamen Pläne für neue Kernkraftwerke in Großbritannien. Entscheidend dürften vor allem die Kosten gewesen sein.
Energie-Konzern: Atomausstieg reißt Milliardenloch in E.on-Bilanz
Der größte deutsche Energiekonzern E.on ist zum ersten Mal in seiner Firmengeschichte tief in die roten Zahlen gerutscht: Der Jahresverlust 2011 betrug 2,2 Milliarden Euro. Als Grund für den Absturz nennt E.on unter anderem die sofortige Stilllegung von Atomkraftwerken aufgrund der Energiewende.
Stromversorger: Energiewende beschert EnBW Millionenverlust
Die guten Zeiten sind für EnBW vorbei: Wegen des Atomausstiegs musste der Energiekonzern zwei Kraftwerke abschalten und verbuchte 2011 einen Verlust von mehr als 800 Millionen Euro. Deutschlands drittgrößter Stromversorger geht davon aus, dass die Energiewende das Ergebnis noch lange belasten wird.
Energiewirtschaft: Trotz Fukushima Weltweiter Trend zur Kernenergie
Laut IAEA beginnen 2012 mindestens fünf Länder mit dem Bau von neuen Atomkraftwerken. In 60 Ländern besteht Interesse an zivilen Atomprogrammen.
Energiebranche: E.on einigt sich mit Gewerkschaften auf Stellenabbau
In Deutschland will der Energiekonzern 6.000 Stellen, weltweit 11.000 streichen. Mit den Arbeitnehmern wurden nun Vorruhestandsregelungen und Abfindungen ausgehandelt.
Kernenergie: EnBW scheitert mit Klage gegen Atomsteuer
Der Bund will die AKW-Betreiber zur Kasse bitten. Die wehren sich vehement dagegen. Ein Gericht hat die Steuer auf Brennelemente nun für verfassungsgemäß erklärt.
Milliarden-Plan: Stadtwerke attackieren Stromriesen
Deutschlands Stadtwerke sagen den Energiekonzernen den Kampf an. Mit Milliardeninvestitionen wollen die kommunalen Versorger ihren Anteil an der Stromproduktion verdoppeln. Die Platzhirsche E.on, RWE und Co. geraten ins Hintertreffen – weil sie zu lange auf Kohle und Atomkraft gesetzt haben.
Stromkonzerne: Die Energiewende schlägt zu
E.on plant den Einstieg beim portugiesischen Energieriesen EDP. Zugleich will der Konzern 6.000 Stellen streichen. Für die deutschen Versorger brechen neue Zeiten an.
Baden-Württemberg: Ohne Führung schlittert EnBW in die Krise
Erst der Atomausstieg und jetzt der Rückzug von Vorstandschef Hans-Peter Villis: EnBW hat riesige Probleme und die grün-rote Landesregierung kein Konzept.
Aus für CO2-Speicherung: EU will Fördermillionen von Vattenfall zurück
Vattenfall hat sein Pilotprojekt zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid gekippt – nun will die EU-Kommission ihr Geld zurück: Der Energiekonzern hatte bereits 45 Millionen Euro an Fördermitteln erhalten, diese aber offenbar noch nicht vollständig ausgegeben.
Energie-Konzern: EnBW-Chef Villis kündigt seinen Rückzug an
Die grün-rote Landesregierung drängt den Atombefürworter Hans-Peter Villis aus dem Konzern. Für Baden-Württemberg wird die Suche nach einem Nachfolger nicht einfach.
Atomausstieg: Vattenfall verklagt Deutschland auf Milliardensumme
Vattenfall will Kompensation für den Ausstieg aus der Atomkraft: Der Energiekonzern will die Bundesrepublik laut einem Bericht des “Handelsblatts” vor einem internationalen Schiedsgericht auf Schadensersatz in Milliardenhöhe verklagen. Mit dieser Strategie hatte das Unternehmen schon einmal Erfolg.
Kernenergie: Wie die Atomlobby den Ausstieg vom Ausstieg vorbereiten ließ
Aufwendige Pressereisen, inszenierte Festreden, Einfluss auf Wissenschaftler: Die Atomlobby bereitete die Laufzeitverlängerung durch die schwarz-gelbe Regierung Jahre im Voraus minutiös vor. Die “taz” veröffentlicht nun interne Dokumente der für die Kampagne zuständigen Agentur.