Arcandor, Karl-Theodor zu Guttenberg
Jahresrückblick: Das sind die besten Wirtschaftssprüche 2009
Deutsche-Bank Josef Ackermann will weitermachen als Reizfigur der Nation. Ex-Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) warnt vor plötzlichem Mundgeruch. Und der Insolvenzverwalter von Arcandor hat selbst mit der Lupe nichts Wertvolles mehr mehr finden können. Die wichtigsten Wirtschaftszitate 2009 zum Durchklicken.
Zahlungsunsicherheit: Druckerei stoppt Quelle-Katalog
Neue Angst um Quelle: Der Druck des Hauptkatalogs ist komplett gestoppt – eine Druckerei moniert, bislang nicht bezahlt worden zu sein. Die Aktien des Mutterkonzerns Arcandor brechen ein.
Zoff in der CSU: Seehofers Wut auf den Parteifreund Guttenberg
“Schulter an Schulter” handle er mit Wirtschaftsminister Guttenberg, sagte CSU-Chef Seehofer noch am Freitag. Jetzt klingt das anders: Auf einer Pressekonferenz regt sich Seehofer lange und ausführlich über den Parteikollegen auf, der als sein Ziehsohn galt. Hintergrund ist der Umgang mit dem Versandhaus Quelle.
Zoff in der CSU: Seehofers Wut auf den Parteifreund Guttenberg
“Schulter an Schulter” handle er mit Wirtschaftsminister Guttenberg, sagte CSU-Chef Seehofer noch am Freitag. Jetzt klingt das anders: Auf einer Pressekonferenz regt sich Seehofer lange und ausführlich über den Parteikollegen auf, der als sein Ziehsohn galt. Hintergrund ist der Umgang mit dem Versandhaus Quelle.
Guttenberg über Staatskredit: “Quelle ist mitnichten gerettet”
Betriebsrat und Insolvenzverwalter zeigen sich erleichtert, doch der Wirtschaftsminister warnt: Laut Karl-Theodor zu Guttenberg ist Quelle trotz des staatlichen Millionenkredits immer noch gefährdet. Das insolvente Versandhaus habe lediglich “eine faire Chance” bekommen.
Streit um Kredite: Quelle-Rettung entzweit Steinbrück und Guttenberg
Die Rettung von Quelle führt in der Großen Koalition zum Streit. Wirtschaftsminister Guttenberg wirft Steinbrück Zögerlichkeit bei der Vergabe von Hilfskrediten vor. In SPD-nahen Regierungskreisen heißt es, der CSU-Minister wolle von Problemen mit seinem Parteichef Seehofer ablenken.
Streit um Quelle-Rettung: Guttenberg knöpft sich Steinbrück vor
Die Rettung von Quelle wird zum Streitthema in der Politik: Wirtschaftsminister Guttenberg wirft Steinbrück Zögerlichkeit bei der Vergabe von Hilfskrediten vor. Die Belegschaft des insolventen Versandhändlers sieht sich bereits in den “Mühlen des Wahlkampfs”.
Versandhaus-Pleite: Guttenberg bremst bayerische Quelle-Retter
Zitterpartie bei Quelle: Der Freistaat Bayern hat Staatshilfen bereits fest zugesagt, doch ausgerechnet der oberfränkische Bundeswirtschaftsminister Guttenberg warnt vor einem Schnellschuss – und verlangt vom Pleite-Versandhaus mehr Sicherheiten. Dabei wird die Zeit immer knapper.
Rede beim BDI: Heimspiel für Guttenberg
Angenehmer Termin für den Wirtschaftsminister: So wohlwollend wie CSU-Mann Guttenberg wurde beim Tag der Deutschen Industrie keiner empfangen. Er warb für unternehmerische Verantwortung – und stichelte gegen die Krisenpolitik der SPD.
Staathilfe: Industrie fordert Einhaltung von “Schamgrenzen”
Scharfe Worte vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI): Präsident Hans-Peter Keitel hat die Wirtschaft ermahnt, beim Ruf nach Staathilfe die “Schamgrenzen” nicht zu überschreiten. Kritik übt er auch an der Politik. Sie verhalte sich “kurzfristig, interessengetrieben und riskant”.
Wirtschaftskrise: Guttenberg rechnet mit weiteren Pleiten
Die Wirtschaftskrise wird noch zahlreichen Firmen zum finanziellen Verhängnis werden – damit rechnet zumindest Wirtschaftsminister Guttenberg. Er glaubt an einen weiteren Abwärtstrend in Deutschland und spricht sich gegen Staatshilfe um jeden Preis aus.
SPD-Vize Nahles: “Guttenbergs Sturheit wird für ihn zum Bumerang”
Opposition ist kein Thema: Nach der Klatsche bei der Europawahl schaltet SPD-Parteivize Andrea Nahles auf Angriff. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt sie, warum sie von der Kanzlerin wenig, von CSU-Star Guttenberg gar nichts hält und wie die SPD die Wahl gewinnen will.
Kommentar: Wie der Baron die Herzen der Wähler gewann
Karl-Theodor zu Guttenberg ist der einzige Popstar unter Deutschlands Politikern und ein Glücksfall – nicht nur für für die CSU. Seiner Geradlinigkeit ist zu verdanken, dass sich der Staat weder von Opel noch von Arcandor erpressen lässt. Die Wähler nehmen ihm die Härte nicht übel. Im Gegenteil.
Arcandor-Gehalt: So viel verdient der Chef des Pleite-Konzerns
Der Chef des pleite gemeldeten Handelskonzerns Arcandor legt seine Bezahlung offen. Karl-Gerhard Eick erhält im Jahr zwei Millionen Euro Grundgehalt. Das ist noch nicht alles: Hinzu kommt ein variabler Bestandteil, der Eick zum Multimillionär macht. Aber das war der einstige Telekom-Manager vorher schon.
Kaufhaus-Fusion: Arcandor spricht auch mit Metro-Konkurrenten
Der insolvente Handelskonzern Arcandor strebt einen höheren Preis für seine Kaufhauskette Karstadt an. Außer mit Metro (Kaufhof) spricht Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick mit weiteren potenziellen Partnern. Staatshilfe für das pleite gegangene Unternehmen wäre noch möglich – sagt Bundesminister Guttenberg.
Deutschlandtrend: Die Krise macht Guttenberg zum Star der Regierung
Sein Umgang mit den Fällen Opel und Arcandor hat dem deutschen Wirtschaftsminister viele Sympathien eingebracht. Im neuen Deutschlandtrend sind gut 60 Prozent der Befragten mit ihm zufrieden, fast 70 Prozent finden ihn glaubwürdig. Auch die Kanzlerin kann sich freuen – im Gegensatz zu Frank-Walter Steinmeier.
Nach Arcandor-Pleite: Guttenberg warnt SPD vor Wahlkampf mit Karstadt
Die Pleite des Warenhaus-Konzerns Arcandor heizt den Bundestagswahlkampf an. Die SPD wirft Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU) vor, für eine Insolvenz gekämpft zu haben – nicht für Arbeitsplätze. Guttenberg wehrt sich und hält den Sozialdemokraten vor, die Angst der Arcandor-Mitarbeiter zu instrumentalisieren.
Koalitionsstreit: Guttenberg will Arcandor nicht als Wahlkampfthema
Die große Koalition streitet heftig darüber, ob im Fall des Warenhaus-Konzerns Arcandor die richtige Strategie verfolgt wurde. Die SPD greift Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU) an – dieser habe statt für Arbeitsplatzerhalt für eine Insolvenz gekämpft. Guttenberg will das Thema nun zumindest aus dem Wahlkampf heraushalten.
Arcandor-Insolvenz – Verbales Trommelfeuer in Berlin
Nach der Insolvenz des Arcandor-Konzerns fliegen in der großen Koalition weiter die Fetzen. Nach den SPD-Attacken gegen Wirtschaftsminister Guttenberg knöpft sich nun die Union die Sozialdemokraten vor.
Grosse Koalition: Die Pleite der anderen
Erst beschließt die Große Koalition “einvernehmlich”, Arcandor nicht zu helfen, anschließend gibt es wieder Zoff zwischen Guttenberg und Steinmeier. Oder doch nicht?