Schwerer Schlag für die Menschenrechte in Russland: Ein umstrittenes Gesetz katapultiert das Land nach Ansicht von Kritikern in die Sowjetzeit zurück. Einen Tag nach Inkrafttreten hat Medwedews Menschenrechtsberaterin genug.
Die scharfen EU-Sanktionen gegen Iran stoßen in Moskau auf Ablehnung. Die russische Regierung kritisierte, die jüngsten Strafmaßnahmen würden die Position der Vereinten Nationen konterkarieren. Irans Präsident Ahmadinedschad signalisierte indes neue Verhandlungsbereitschaft.
BP macht den Schnitt und ersetzt den umstrittenen britischen Konzernboss Tony Hayward durch Bob Dudley, einen netten Amerikaner aus Mississippi. Der Neue hat Erfahrung mit diplomatischen Krisen: Er wurde einst von Putin aus Russland verjagt.
Präsident Dmitrij Medwedew hat ihm den Rang abgelaufen - umso mehr wirbt Russlands Premier Wladimir Putin um die Herzen der Russen: Bei einem Biker-Treffen gab er sich als harter Motorrad-Macho. Und erzählte Journalisten von einem rührseligen Treffen mit den von den USA ausgewiesenen Spionen.
Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat seinen russischen Amtskollegen Medwedew gewarnt, sich dem “Komplott” der USA gegen Teheran anzuschließen. Hintergrund ist der Konflikt um das iranische Atomprogramm.
Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat seinen russischen Amtskollegen Medwedew gewarnt, sich dem “Komplott” der USA gegen Teheran anzuschließen. Hintergrund ist der Konflikt um das iranische Atomprogramm.
Willkommen in Russlands Realität: Im Morgengrauen haben rund hundert vermummte Schläger ein Camp von Umweltaktivisten bei Moskau überfallen, sie trampelten Zelte nieder, verletzen viele Naturschützer. Dann griff die Miliz ein - und verhaftete die Opfer.
Russlands Polizei hat nicht den besten Ruf. Das soll nach dem Willen von Präsident Medwedew nun eine Reform ändern. Neu ist: Wer kriminell ist, dem bleibt der Job künftig verwehrt. Und Befehle eines Vorgesetzten zu umgehen, ist strafbar.
Bei einem Terroranschlag auf ein Wasserkraftwerk im Nordkaukasus sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Generatoren wurden in die Luft gesprengt.
Gold gilt als unverwüstlich. Bisher. Zum Entsetzen des Oligarchen Sterligow wurden auf Goldmünzen der russischen Zentralbank braune Flecken gesichtet - obwohl es die gar nicht geben dürfte.
Die Reise der Kanzlerin zeigt: Deutschland richtet seine Märkte stärker nach Russland und Asien aus. Auch im letzten Ziel Kasachstan wurden Milliarden-Geschäfte vereinbart - und Menschenrechte angemahnt.
Stolz vermeldete Russlands Präsident beim Besuch von Bundeskanzlerin Merkel die Aufklärung des Mordes an der Menschenrechtlerin Estemirowa. Tatsächlich wachsen Zweifel an Medwedews Äußerungen: Denn der angebliche Killer ist seit Monaten tot.
Mit der Unterzeichnung von Wirtschaftsabkommen in Milliardenhöhe sind Deutschland und Russland enger zusammengerückt. Unisono loben Kremlchef Medwedew und Kanzlerin Merkel die Beziehungen. Uneins ist man sich aber bei den Menschenrechten.
Glänzende Aussichten für Siemens: Der Technologieriese hat umfangreiche Absichtserklärungen in Moskau unterzeichnet. Das Unternehmen soll bei großen Windkraft- und Bahnprojekten in Russland mitbauen. Der Konzern hofft auf Milliardenerträge.
Um Investitionen und Handel ging es bei Angela Merkels Besuch in Russland, doch zum Schluss der Reise macht die Kanzlerin Druck in Sachen Menschenrechte. Sie ermahnte Kreml-Chef Medwedew, endlich den Mörder der Menschenrechtlerin Estemirowa zu finden - diese wurde vor einem Jahr umgebracht.
Gerhard Schröder und Frank-Walter Steinmeier reisten oft nach Moskau, doch in der schwarz-gelben Regierung scheint sich für Russland niemand zuständig zu fühlen. Von Kanzlerin Merkels Besuch mit ihrer Wirtschaftsdelegation verspricht sich der Kreml wenig - große Geschäfte werden mit anderen gemacht.
Nach der Aufdeckung eines russischen Agentenrings haben die USA einen weiteren Mann unter Spionageverdacht ausgewiesen. Der 23-Jährige habe auf Anordnung eines Richters den Flug nach Russland angetreten, berichtete das “Wall Street Journal”. Die Behörden hielten sich bedeckt.
Siemens kann sich über einen weiteren Großauftrag aus Russland freuen: 240 Regionalzüge werden in den kommenden zehn Jahren ausgeliefert. Der Vertrag soll beim Staatsbesuch von Bundeskanzlerin Merkel unterzeichnet werden - und dem Unternehmen rund 2,2 Milliarden Euro einbringen.
Abgeschirmt von der Öffentlichkeit wollen die 14 Spione, die zwischen den USA und Russland ausgetauscht wurden, ein neues Leben beginnen. Zwei sind allerdings in Großbritannien gestrandet.
Vor den deutsch-russischen Regierungskonsultationen in dieser Woche in Jekaterinburg wächst die Kritik an der Russlandpolitik der schwarz-gelben Koalition. Führende deutsche Wirtschaftsvertreter in Moskau beklagen, dass sie aus Berlin zu wenig Unterstützung bekämen.