Politiker-Bezüge - Lafontaine kritisiert Gehalts-Debatte
Rückendeckung vom Vorgänger: Ex-Linkenchef Oskar Lafontaine nimmt den Genossen Klaus Ernst gegen Anfeindungen wegen seiner Mehrfach-Gehälter in Schutz.
Oskar Lafontaine
Rückendeckung vom Vorgänger: Ex-Linkenchef Oskar Lafontaine nimmt den Genossen Klaus Ernst gegen Anfeindungen wegen seiner Mehrfach-Gehälter in Schutz.
Für die Linke im Saarland ging es bei der Mitgliederentwicklung immer nach oben. Manche Neu-Genossen begrüßte Oskar Lafontaine sogar persönlich. Jetzt warf die Partei knapp ein Drittel ihrer Mitglieder raus - weil diese keinen Beitrag zahlen. Die Konkurrenz spottet.
Rüde Attacke von Oskar Lafontaine: Der Saarländer wirft Präsidentschaftskandidat Joachim Gauck vor, er habe in der DDR Privilegien erhalten und sich mit dem System arrangiert. Das Fazit des ehemaligen Linken-Chefs: “Wir können ihn nicht wählen.”
Er ist nicht mehr Linken-Chef, aber die radikale Rhetorik hat er nicht verlernt. Oskar Lafontaine knüpft sich Joachim Gauck vor - und wirft ihm vor, Sozialabbau zu befürworten. Aus Sicht Lafontaines ist der Präsidentschaftskandidat selbst in einem dritten Wahlgang in der Bundesversammlung unwählbar.
Oskar Lafontaine hält eine letzte flammende Chefrede, Gesine Lötzsch lächelt zu einem brillanten Wahlergebnis, Gregor Gysi wühlt in Biographien: Vieles ist ungewöhnlich auf dem Parteitag der Linken - manches ganz normal. Impressionen von einem Treffen, das für die Genossen eine Zäsur markiert.
Gesine Lötzsch und Klaus Ernst führen künftig die Linken. Der Parteitag in Rostock stattete die Nachfolger der Gründungsvorsitzenden Oskar Lafontaine und Lothar Bisky mit stattlichen Mehrheiten aus.
Beim Parteitag der Linken herrscht eine Stimmung euphorischer Rechthaberei - die Partei feiert sich als siegreiche Truppe. Oskar Lafontaine vereint in seiner Abschiedsrede radikale Antikapitalisten und gemäßigte Reformsozialisten. Dabei bewegt er sich in bedenklicher Nähe zum Größenwahn.
Beim Parteitag der Linken herrscht eine Stimmung euphorischer Rechthaberei - die Partei feiert sich als siegreiche Truppe. Oskar Lafontaine vereint in seiner Abschiedsrede radikale Antikapitalisten und gemäßigte Reformsozialisten. Dabei bewegt er sich in bedenklicher Nähe zum Größenwahn.
Die Linkspartei feiert ihren scheidenden Parteichef Oskar Lafontaine mit Standing Ovations. Daran, dass er sich völlig zurückzieht, glaubt niemand.
In seiner letzten Rede als Linken-Chef geißelt Oskar Lafontaine die Politik der anderen Parteien und empfiehlt seine eigene als einzige, die die Antworten auf die Krise kenne. Dass er die Partei offiziell nicht mehr führen wird, merkte man dem umjubelten Vortrag nicht an - fast schon eine Demontage der künftigen Spitze.
Gesine Lötzsch und Klaus Ernst rücken beim heutigen Parteitag in Rostock an die Spitze der Linken. Doch das Einsetzen einer neuen Führung heißt nicht, dass die alte unsichtbar wird. Lafontaine und Gysi könnten es den Neuen schwer machen, sich zu profilieren. Und an der Basis sind Ernst und Lötzsch nicht unumstritten.
Er führte einst die SPD und später die Linke - an diesem Wochenende tritt Oskar Lafontaine als Chef der Genossen ab. Will seine Partei mitregieren oder Fundamentalopposition machen? Diese zentrale Frage hat der Saarländer noch nicht beantwortet. Den Job müssen jetzt andere übernehmen.
Der scheidende Linken-Chef Oskar Lafontaine ist “empört” darüber, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen seiner Erkrankung in Frage gestellt wird. Schäuble selbst würde erkennen, wenn seine Gesundheit das Amt nicht mehr zulasse, sagte Lafontaine. Die beiden Politiker verbindet eine Attentats-Erfahrung.
Die Linke hat ihr Ziel erreicht, sie hat es in Nordrhein-Westfalen in den Landtag geschafft. Sogleich meldeten ihre Spitzenkandidaten ihre Bereitschaft zu regieren an. Und Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch stellte eine klare Forderung an Kanzlerin Angela Merkel.
Oskar Lafontaine setzt auf den Machtwechsel in NRW: Im Interview mit SPIEGEL ONLINE nennt der Linken-Politiker die Bedingungen für eine Koalition in Düsseldorf - und wirft der SPD-Spitze gleichzeitig eine heuchlerische Afghanistan-Politik vor.
Hannelore Kraft (SPD) sieht nach der Wahl am 9. Mai in Nordrhein-Westfalen keine rot-rote Koalition. Die Linke sei “weder regierungs- noch koalitionsfähig”. Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine hingegen lässt sich nicht beirren und wirbt weiter für eine Zusammenarbeit mit der SPD. Sie bräuchten einen “Aufpasser”.
Bei seiner Reise durch Schleswig-Holstein zeigt sich der Bundespräsident bürgernah: Mehr Unterstützung für Eltern will er, mehr Gemeinsinn, soziale Leistungen erhalten. Das kommt gut an beim Volk und zeigt, dass Köhler mittlerweile eher an Oskar Lafontaine erinnert als an Guido Westerwelle.
Aktuelle Umfragen zeigen: In NRW wird es wohl für keines der naheliegenden Bündnisse reichen. Die Linkspartei wittert ihre Chance zu regieren. Auch der scheidende Parteichef meldet sich zu Wort.
Die scheidenden Linksparteichefs Bisky und Lafontaine feiern den Entwurf für ein neues Grundsatzprogramm als großen Wurf. Doch ihr radikaler Systemumbau zu einem demokratischen Sozialismus stößt auf Widerstand.
Man dürfe der bestehenden Gesellschaft “nicht sämtliche Freiheitsrechte absprechen”, so der Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert, zum Programmentwurf. Dieser sieht einen radikalen System-Umbau zu einem demokratischen Sozialismus vor. Die Kritik aus den eigenen Reihen wächst.