Umfrage - Union fällt unter 30 Prozent
Die Unionsparteien müssen in der Wählergunst einen neuen Tiefpunkt hinnehmen: Erstmals seit zehn Jahren sanken CDU und CSU unter die 30-Prozent-Marke.
CSU
Die Unionsparteien müssen in der Wählergunst einen neuen Tiefpunkt hinnehmen: Erstmals seit zehn Jahren sanken CDU und CSU unter die 30-Prozent-Marke.
Es ist der schlechteste Wert seit zehn Jahren: Nach einer neuen Umfrage rutschen CDU und CSU in der Wählergunst auf 29 Prozent - und liegen damit nur noch einen Prozentpunkt vor der SPD. Wären jetzt Wahlen, käme Rot-Grün auf die absolute Mehrheit im Bundestag.
Hat der Verteidigungsminister die Opposition ausreichend über geheime US-Einsätze in Afghanistan aufgeklärt? Nach Veröffentlichung Zehntausender Kriegsdokumente kritisieren SPD und Grüne Guttenbergs Informationspolitik - das will sich der CSU-Politiker nicht bieten lassen.
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die Bedeutung der über den Internetdienst Wikileaks veröffentlichten geheimen US-Dokumente zum Afghanistan-Krieg relativiert. Auch die US-Spezialeinheit Task Force 373 sei laut Guttenberg „jedem Informierten“ bekannt gewesen.
Eine Partei rechts von CDU und CSU? Eine solche Neugründung wäre ein Auffangbecken für frustrierte Unionswähler. Und weil es davon sehr viele gibt, sagt ein führender Meinungsforscher der möglichen Gruppierung auf Anhieb 20 Prozent bei Wahlen voraus.
In CDU und CSU formiert sich nach SPIEGEL-Informationen massiver Widerstand gegen Karl-Theodor zu Guttenberg. Führende Unionspolitiker lehnen den Plan des Verteidigungsministers ab, die Bundeswehr zu einer Freiwilligenarmee umzubauen. “Wir sind grundsätzlich für den Erhalt der Wehrpflicht.”
Die bayerische Justizministerin Merk versucht, den Missbrauchsskandal von Ameland zu politisieren. Die CSU-Frau wirft der FDP gefährliche Untätigkeit im Kampf gegen Kinderpornos im Internet vor.
Klappt’s nicht in den Zügen, behindert ein Vulkan die Fliegerei? Das sind die Tage des Peter Ramsauer: Der Polit-Sonnyboy findet in Krisen zu großer Form. Nur wehe, wenn der Bayer jetzt das Bahn-Chaos nicht in den Griff bekommt.
Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter Friedrich, hat die Union davor gewarnt, auf schwarz-grüne Bündnisse zu setzen. Die Gemeinsamkeiten seien zu gering.
Jetzt auch noch Ole von Beust. Er ist der sechste Chef einer Landesregierung, den die CDU binnen eines Jahres verliert. Eine Gefahr auch für die Bundespartei sieht darin Innenpolitiker Bosbach, eine Chance zur Erneuerung dagegen CSU-Chef Seehofer.
Über ihr Privatleben will sie nicht viel sagen - dass sie einen Lebenspartner hat offenbarte Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner jetzt jedoch einer Zeitung. Mit ihrem Freund fahre sie in die Alpen: “Nicht den ganzen Tag an Politik denken, darauf freue ich mich”, so die CSU-Frau.
Im Streit längere Laufzeiten für Atomkraftwerke hat sich die CSU klar gegen Umweltminister Röttgen positioniert. Landesgruppenchef Friedrich verlangt eine deutliche Ausweitung.
Auf mehrere Milliarden Euro beziffert die OECD den Schaden durch Steuerschlupflöcher für Banken. CDU und CSU beraten laut “Financial Times Deutschland”, wie sie die Gesetze verschärfen können. Offen ist, ob der Koalitionspartner FDP mitzieht.
Schwarz-Gelb gönnt sich bei den Querelen um den Regierungskurs keine Sommerpause. Die Gesundheitsreform sorgt für Zoff. Der Kompromiss sei “kein großer Wurf”, mäkelt Baden-Württembergs CDU-Regierungschef Mappus. Die FDP schießt wieder gegen ihren Lieblingsgegner, die CSU.
Fast jeder zweite Deutsche kann sich Karl-Theodor zu Guttenberg als nächsten Kanzler vorstellen. Eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von FOCUS zeigt einmal mehr die Beliebtheit des CSU-Politikers.
Der schwarz-gelbe Gesundheitskompromiss von Bundesminister Rösler sollte die Konflikte in der Koalition aus dem Weg räumen - doch kaum vereinbart, kracht es wieder. CSU-Landesminister Söder fordert im SPIEGEL Korrekturen, der sächsische Ministerpräsident Tillich kündigt Widerstand im Bundesrat an.
Der Burgfrieden in der schwarz-gelben Koalition bröckelt: Kaum ist der Kompromiss zur Gesundheitsreform beschlossen, kommen aus der CSU Zweifel an der Umsetzbarkeit. Ein Unionspolitiker bringt nun einen Strafenkatalog für Störenfriede ins Spiel.
Wie die bayerische Landesregierung am Mittwoch in München mitteilte, handle es sich bei dem neuen Gesetz zum Nichtraucherschutz nicht um ein “Gesetz mit Augenzwinkern”. Landes-Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte, dass die Polizei den zuständigen Kreisverwaltungen bei der Durchsetzung des Rauchverbots notfalls zur Seite stehe.
“So geht es nicht weiter”: Kurz vor der Sommerpause hat Kanzlerin Merkel die Abgeordneten von CDU und CSU zu Geschlossenheit und maßvoller Wortwahl aufgerufen. Auch dem Koalitionspartner FDP stattete sie einen Besuch ab - und bekam Applaus.
Die kriselnde Bundesregierung steht vor ihrem nächsten Konflikt: Die CSU stemmt sich gegen einen möglichen EU-Beitritt der Türkei. Sie will die Debatte jetzt offensiv in die Koalition tragen - entgegen den Plänen von Kanzlerin Merkel.