Keine Standortschließung trotz ausbleibender Staatshilfe: Opel-Chef Reilly erteilt Spekulationen über das mögliche Aus deutscher Werke eine klare Absage. Der Manager hofft auf gute Geschäfte im kommenden Jahr - und auf den Boom-Markt China.
Kompliment für die Ingenieure in Rüsselsheim: Die Mittelklasselimousine Insignia soll zum Weltauto werden und startet auf dem US-Markt. Den Namen Opel halten die GM-Bosse aber offensichtlich nicht für zugkräftig. Außerhalb Europas heißt der Wagen Buick Regal.
Vielen gilt der Wirtschaftsminister als Fehlbesetzung. Nun überrascht Rainer Brüderle mit Steher-Qualitäten. Vier Gründe, warum er auf dem richtigen Posten ist.
General Motors hat keine Lust mehr auf Staatshilfe, der Konzern will die Opel-Rettung ohne Bürgschaften stemmen. Für den US-Mutterkonzern hat das auch Vorteile: Bei einer Sanierung müsste er auf Job-Zusagen keine Rücksicht mehr nehmen. Und neue Einschnitte scheinen unausweichlich.
Überraschender Kurswechsel bei General Motors: Der US-Konzern zieht die Anträge auf staatliche Bürgschaften für seine Europa-Tochter Opel zurück. Er will die Sanierung jetzt komplett aus eigenen Mitteln stemmen - zusätzliche Werkschließungen oder Entlassungen sind angeblich nicht geplant.
Der Streit um Opel geht in eine neue Runde: Nach der Absage des Bundes verhandeln nun die vier Bundesländer, in denen der Autobauer Werke betreibt, um mögliche Bürgschaften. Konzernchef Reilly kommt den Rettern schon mal entgegen: Er bittet nur noch um 800 Millionen Euro statt um 1,1 Milliarden.
Sparpaket, Opel oder Kopfpauschale: So wie sich CDU, CSU und FDP gegenseitig kritisieren, vorführen oder beschimpfen, benötigen sie keine Opposition.
Das Nein zu einer Bundesbürgschaft für Opel schlägt weiter hohe Wellen. Thüringens Wirtschaftsminister Machnig sieht darin einen koalitionspolitischen Schachzug - mit Auswirkungen bis ins Schloss Bellevue.
Die Kanzlerin will Opel helfen - doch gegen das Votum von Wirtschaftsminister Brüderle kann Angela Merkel keine Staatsgelder bereitstellen. Der CDU-Chefin droht nun eine peinliche Schlappe, und die Liberalen feiern nach zahlreichen Demütigungen wieder einen politischen Erfolg.
Vier mächtige Ministerpräsidenten und Tausende Opel-Mitarbeiter setzten alle Hoffnungen auf das Krisentreffen mit Kanzlerin Merkel. Doch nach der kurzen Sitzung zeigt sich nur ein Ausweg: Die Länderchefs müssen die Hilfsaktion selbst in die Hand nehmen. Wenig spricht dafür, dass es ihnen gelingt.
Jetzt müssen die Ministerpräsidenten ran: Nach dem Spitzengespräch mit der Kanzlerin suchen die Länder mit Opel-Standorten jetzt gemeinsam mit dem Autobauer nach Kapitalhilfe. Zuvor hatte Wirtschaftsminister Brüderle eine Bürgschaft des Bundes für die Opel-Mutter General Motors abgelehnt.
Angela Merkel hat ihren Wirtschaftsminister brüskiert: Kurz nach Rainer Brüderles Nein zu einer staatlichen Opel-Bürgschaft widersprach die Kanzlerin dem FDP-Mann öffentlich. Nun rumort es bei den Liberalen - Generalsekretär Lindner übt auf SPIEGEL ONLINE scharfe Kritik an der CDU-Chefin.
Sparkurs, Gesundheitsreform, Präsidentenwahl, Opel-Hilfen - an wichtigen Politprojekten mangelt es Union und FDP nicht. Doch statt ruhig zu regieren, zanken die Partner und beschimpfen sich aufs Übelste. Selten zeigte sich eine Koalition derart zerstritten wie Schwarz-Gelb unter Merkel.
Die Kanzlerin gibt Staatsgelder für Opel nicht verloren: In der Sache sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, sagt Angela Merkel - und räumt offen Differenzen mit Wirtschaftsminister Brüderle ein, der Hilfen zuvor abgelehnt hatte.
Die Entscheidung ist gefallen: Wirtschaftsminister Brüderle hat eine milliardenschwere Staatsbürgschaft aus dem Deutschlandfonds für Opel abgelehnt. Nun kann das Traditionsunternehmen nur noch auf die Kanzlerin hoffen.
Die Entscheidung ist noch nicht offiziell - doch Bundeswirtschaftsminister Brüderle lässt kaum Zweifel daran, wie sie ausfallen wird: Berlin wird die gewünschte Milliardenbürgschaft für die Sanierung von Opel wohl ablehnen. Ein Hintertürchen lässt er jedoch offen.
Das Ringen um staatliche Milliardenhilfen für den Autokonzern Opel geht in die letzte Runde: Am Mittwoch soll eine endgültige Entscheidung fallen. Aus Spanien bekommt das Unternehmen schon einmal eine Finanzspritze - in Deutschland befürchten die Angestellten Werksschließungen.
Soll der Staat Opel retten? Der Widerstand dagegen wächst: Wirtschaftsminister Brüderle warnt vor massiven Wettbewerbsverzerrungen, Auto-Experte Wolfgang Meinig bezeichnet mögliche Milliardenhilfen gar als “Todsünde”. In Europa bangen 8000 Arbeiter um ihren Job.
Begleitet von heftigen internen Streitigkeiten geht die schwarz-gelbe Koalition in ihre Sparklausur. Vom Heeretat bis zur Opel-Sanierung herrscht Uneinigkeit allerorten - und das Hauptstreitthema wird gar nicht erst diskutiert.
Es sollte die endgültige Entscheidung im Ringen um Staatshilfe für Opel werden - doch nun muss der Autobauer eine weitere Woche warten: Die Tagung des Lenkungsausschusses der Bundesregierung wurde am Freitag kurzfristig verschoben. Grund sind Terminprobleme.