Aus der Kneipe aufs Parkett: Ein Rohstoffhändler kaufte im Suff Unmengen Öl - er brockte seinem Arbeitgeber Millionenverluste ein und beschädigte dessen Image. Jetzt verdonnert ihn die Finanzmarktaufsicht zu 89.000 Euro Strafe - und entzieht ihm für fünf Jahre die Lizenz zum Zocken.
Der Rückgang des Ölpreises hat die privaten Haushalte im vergangenen Jahr spürbar entlastet. Die Bundesbürger gaben durchschnittlich 14 Prozent weniger für Heizen aus als im Jahr zuvor. Der Trend dürfte allerdings nicht von Dauer sein.
Lufthansa plant als eine der weltweit ersten Fluggesellschaften Serientests mit alternativen Treibstoffen. Bereits innerhalb der nächsten zwei Jahre könnte die Airline regelmäßig Biotreibstoff einsetzen. Durch den steigenden Ölpreis werden Treibstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen konkurrenzfähig.
Die explodierte Bohrinsel im Golf von Mexiko verursacht nicht nur eine Umweltkatastrophe, auch der Ölpreis dürfte anhaltend steigen. Und die Krise in Griechenland zerrt am Ölpreis. Um so wichtiger wird die Überprüfung des Investments. Der kostenlose Vermögens-Check von WELT ONLINE hilft dabei.
Für BP ist die Krise vorbei: Der Energieriese hat im ersten Quartal Milliarden eingefahren und nährt sich damit wieder den Profiten an, die er vor dem Lehman-Crash eingefahren hat. Hauptgrund für das Plus ist der steigende Ölpreis.
Gute Stimmung in New York: Eine Welle an Unternehmenszahlen hat der Wall Street Gewinne beschert. Quartalsergebnisse aus den unterschiedlichsten Branchen stärkten den Eindruck, dass US-Wirtschaft Kurs auf Erholung genommen hat. Aktien aus dem Energiesektor waren auch wegen des steigenden Ölpreises besonders gefragt.
Gespannt wartet die Bundesregierung auf das Gutachten der Wirtschaftsforscher, doch die Aussichten sind ernüchternd: Zwar erholt sich die Konjunktur langsam von der Krise. Aber die Wende am Arbeitsmarkt bleibt aus - und der hohe Ölpreis könnte den Aufschwung bald wieder abwürgen.
An den Tankstellen schimpfen Autofahrer derzeit auf die gierigen Großkonzerne. Dabei ist der Ölpreis zuletzt tatsächlich deutlich gestiegen, strebt nun sogar in Richtung 100-Dollar-Marke. Mit wirtschaftlichen Fundamentaldaten hat das wenig zu tun. Doch den Spekulanten droht ein böses Erwachen.
Der Ölpreis hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt - daran sind laut einer Studie auch Banken und Hedgefonds Schuld: Sie kaufen Öl, das noch gar nicht gefördert wurde, und erzeugen einen künstlichen Nachfrage-Boom. Ohne die Spekulanten könnte Benzin rund 14 Cent billiger sein.
An den Weltmärkten besteht derzeit ein Überangebot an Öl. Trotzdem steigt der Ölpreis. Verantwortlich dafür sind Finanzinvestoren, die auf steigende Preise wetten. Dadurch verteuert sich der Sprit um bis zu 14 Cent pro Liter. In Deutschland entstehen durch die Spekulanten jährliche Mehrkosten von fünf Milliarden Euro.
Wenige Tage vor Ablauf des ersten Quartals sind die Anleger an den US-Börsen auf Einkaufstour gegangen. Vor allem bei Industriewerten griffen die Investoren zu: die Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar gewannen 1,4 Prozent. Ein höherer Ölpreis verhalf Energietiteln zu Kursgewinnen.
Gasversorger dürfen ihre Preise nicht mehr allein an die Entwicklung beim Öl binden - das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Politiker jubeln, doch dass jetzt die Kosten für viele Verbraucher spürbar sinken, ist nicht ausgemacht: Das Urteil ist vor allem ein erstes Warnzeichen an die Branche.
Großer Erfolg für Verbraucherschützer: Die Gaspreise für Privatkunden dürfen nicht mehr unmittelbar an den Ölpreis gekoppelt werden - das hat der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil entschieden.
Die New Yorker Börsen haben zum Wochenausklang Verluste hinnehmen müssen - neue Sorgen um Griechenlands Schuldenlast lösten eine Kettenreaktion aus: Die Finanzprobleme des Euro-Lands lasteten auf der Gemeinschaftswährung, der stärkere Dollar drückte den Ölpreis, und Energietitel zogen die Indizes in die Tiefe.
Der Ölpreis steigt und mit ihm die Kosten für Benzin: Für einen Liter müssen Autofahrer bundesweit bis zu 1,469 Euro bezahlen. SPD-Politiker Heiko Maas will die stetige Verteuerung jetzt stoppen - mit einem Preisdeckel.
Weltweit steigen die Ölpreise und erreichen ein Sechs-Wochen-Hoch. Grund für die Entwicklung ist der schwache Dollar - gleichzeitig profitiert der Euro von der Aussicht auf Hilfe für die Griechen.
Die Gaswirtschaft steht vor einem Paradigmenwechsel: Nach Angaben von E.on Ruhrgas ist der Energieriese Gazprom bereit, einen Teil seiner Lieferungen nicht mehr an den Öl-, sondern an den Börsenpreis für Gas zu koppeln. Noch ist ein entsprechender Vertrag aber nicht unterschreiben.
Nach Einschätzung der US-Regierung wird der Ölpreis in der zweiten Jahreshälfte 2010 auf 81 Dollar je Fass (159 Liter) steigen. Für das kommende Jahr rechnet die staatliche Energiebehörde EIA mit durchschnittlich 84 Dollar. Grund dafür ist vor allem die stark anziehende Konjunktur in China, die für eine steigende Ölnachfrage sorgt.
Nachdem der Ölpreis im Sommer angestiegen ist, ziehen auch die Gaspreise wieder auf breiter Front an. Verbraucherschützer empfehlen, einen Anbieterwechsel zu prüfen. Geld sparen lässt sich dabei, indem man auf Festpreise und langfristige Verträge setzt. Noch besser ist es aber, den Gasverbrauch zu drosseln.
Verbraucher müssen derzeit die höchsten Ölpreise seit Herbst 2008 bezahlen. Auch Sprit ist deutlich teurer geworden. So liegt der Preis für Super bei knapp 1,40 Euro Diesel bei 1,19 Euro. Verantwortlich dafür ist nicht eine Verknappung des Rohstoffs oder die starke Nachfrage, sondern Spekulationen auf steigende Ölpreise.