Die SPD begeistert sich für eine Idee der Gewerkschaften: Mitarbeiter, die in ihrer kriselnden Firma auf Lohn oder Gehalt verzichten, sollen am Unternehmen beteiligt werden. Laut IG Metall gehörten sowohl Teile von Opel als auch des Autozulieferers Schaeffler am besten in Mitarbeiterhand.
Sollen die Mitarbeiter am Kapital ihres Unternehmens beteiligt werden? Mit dieser Frage tut sich die SPD schwer. Dabei ist ausgerechnet in der Heimatstadt des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering ein Fensterbau-Unternehmen zu 90 Prozent in Händen seiner Mitarbeiter. Und die haben ihn zu sich eingeladen.
Um leichter an Staatshilfe zu kommen, ist der Autozulieferer Schaeffler bereit, sich der IG Metall zu beugen. Die Mitbestimmung solle eingeführt, Mitarbeiterbeteiligung ermöglicht, mehr Transparenz gewährleistet werden. Im Gegenzug soll die Gewerkschaft helfen, an Geld zu kommen.
Der neue elektronische Personalausweis im Scheckkartenformat ist beschlossene Sache. Auch sonst billigte der Bundesrat zahlreiche Gesetze - von Mindestlohn bis Brückenbau.
Schwarz-Rot will die Beteiligung von Mitarbeitern an ihren Firmen per Gesetz stärken. An sich ein guter Plan, doch die Unternehmen üben Kritik. Vor allem die geplanten Investmentfonds für Beschäftigte seien zu kompliziert und unpraktisch.
Einfacher Angestellter war gestern - die Große Koalition will mehr deutsche Beschäftigte zu Aktionären am eigenen Unternehmen machen. Heute soll das Gesetz beschlossen werden. Die Arbeitgeberverbände protestieren: Sie fürchten um die betriebliche Rente.
Jeder weiß: Was einem selbst gehört, darauf passt man besser auf. Wenige wissen: Durch die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmen hebt sich deren Motivation. Dennoch lässt gerade einmal jeder zehnte Betrieb seine Beschäftigten am Gewinn teilhaben. Im Ausland ist die Wirtschaft da schon weiter - aus guten Gründen.
Auffallend harmonisch haben Union und SPD die Bahnprivatisierung und die Mitarbeiterbeteiligung abgehakt - was kommt jetzt noch in der Großen Koalition? Die Partner geloben ruhige Sacharbeit - und versprechen vage, der Wahlkampf solle nur drei Monate dauern.
Es war eine ereignisreiche Sitzung: In wenigen Stunden haben die Spitzen von Union und SPD wichtige Eckpunkte für den Börsengang der Deutschen Bahn festgelegt. Zudem hat die große Koalition sich endlich auf ein Gesetz geeinigt, das seit Jahrzehnten diskutiert wird: die Mitarbeiterbeteiligung.
Die Bahnreform kommt, beim Gesundheitsfonds geht der Streit weiter: Trotz stundenlanger Gespräche bis in die Nacht haben Union und SPD keine Lösung für wichtige Reformfragen gefunden. Zumindest beim Mindestlohn will man sich bis Juni zusammenraufen.
Die Regierung will die Beteiligung von Mitarbeitern an ihren Unternehmen stärker fördern. Allerdings gibt es schon heute viele Möglichkeiten, den Chef am Vermögensaufbau zu beteiligen. Viele Bundesbürger haben aus den Augen verloren, dass sie schon heute ihren Chef am Kapitalaufbau beteiligen können.
Der Staat will die Vermögensbildung und die Mitarbeiterbeteiligung der Deutschen erheblich ausbauen. Doch viele Arbeitnehmer nutzen die Möglichkeiten bisher kaum. Dabei lassen sich beispielsweise mit Vermögenswirksamen Leistungen und Sparzulagen des Staates schnell Tausende Euro ansammeln.
Zank um die Koalitionspläne zur Mitarbeiterbeteiligung: Die Arbeitgeber halten den Vorstoß für misslungen - er verfehle schlicht sein Ziel, bemängeln sie. Arbeitsminister Scholz verteidigt sich.
Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt kritisiert die Pläne der großen Koalition. Deren Mitarbeiterbeteiligung rechnet sich laut Hundt für kleinere Unternehmen und den Mittelstand nicht. Gewerkschafter loben dagegen die Fonds, von denen auch die Arbeitnehmer profitieren sollen - haben aber eine große Sorge.
Nicht nur Manager, auch normale Mitarbeiter sollen in Zukunft stärker an Gewinnen beteiligt werden. Mit steuerlichen Anreizen wird Erwerb von Beteiligungen gefördert. Darauf einigte sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Arbeitsminister Scholz und CSU-Chef Huber. Unternehmer zeigen sich skeptisch.
Einfacher Angestellter war gestern - die Große Koalition will mehr deutsche Beschäftigte zu Aktionären am eigenen Unternehmen machen. Die Kapitalbeteiligung von Beschäftigten an den Firmen, in denen diese arbeiten, soll erheblich erleichtert werden.
Die Beschäftigten in Deutschland sollen stärker an ihren Unternehmen teilhaben. Nach monatelangem Streit haben sich die Experten von Union und SPD offenbar auf ein Modell zur Mitarbeiterbeteiligung verständigt. Laut “Handelsblatt” soll es kräftige Steuerfreibeträge geben.