Monats-Archive: April 2010

Pleitekandidat Spanien: Schluss mit Fiesta

Gigantisches Haushaltsdefizit, steigende Arbeitslosigkeit, Hunderttausende Jugendliche ohne Perspektive: Spanien steht vor einem Fiasko. Um nicht in den griechischen Abwärtssog gezogen zu werden, will die Regierung mit harten Sparmaßnahmen gegensteuern. Ob das reicht, ist fraglich.

Privatwirtschaftliche Hilfe: Ackermann sammelt Milliarden für Griechenland

Neue Hoffnung für Griechenland: Die deutschen Finanzinstitute arbeiten offenbar an einer Milliardenspritze für den kriselnden Euro-Partner. Ziel soll ein “symbolisches Zeichen” sein, mit dem die Märkte beruhigt werden. Vor allem Deutsche-Bank-Chef Ackermann macht sich für die Griechen stark.

El-Kaida-Terror – BKA warnt vor Sahara-Reisen

El Kaida plant offenbar Entführungen von westlichen Ausländern in Afrika. Das BKA warnt vor Reisen in die Sahara. Landeskriminalämter sollen Reisebüros informieren.

Putschvorwürfe in der Türkei: Mutmaßlicher Drahtzieher soll vor Gericht

Er soll federführend an einer Verschwörung gegen die türkische Regierung beteiligt gewesen sein: Ein Gericht hat laut Zeitungsberichten die Verhaftung eines Offiziers angeordnet. Bereits ab Juni soll er mit weiteren Beschuldigten vor Gericht stehen, dem Oberst droht eine lebenslange Haft.

Europa: Arbeitslosigkeit bleibt auf hohem Niveau

Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone stagniert auf Rekordniveau von durchschnittlich 10 Prozent. In Spanien stieg die Quote auf über 20 Prozent.

Staatsbankrott: Schäuble sieht die Griechenland-Krise als Chance

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schließt eine Umschuldung in der Griechenland-Krise aus. Obwohl die Bundesregierung die Banken nicht zu einer Beteiligung an dem Milliarden-Hilfspaket für Griechenland heranziehen will, hofft Schäuble auf einen freiwilligen Beitrag der Geldinstitute.

Quartalszahlen: Metro profitiert vom frühen Ostergeschäft

Die wirtschaftliche Situation beim Handelsriesen Metro entspannt sich. Der frühe Ostertermin und die Abschwächung der Wirtschaftskrise sorgten für gute Quartalszahlen. Erstmals seit 2008 konnte der Konzern das Ergebnis im operativen Geschäft steigern – und den Nettoverlust deutlich reduzieren.

NS-Verbrecher: Bund muss Eichmann-Akten teilweise freigeben

50 Jahre wurden Dokumente über den NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann der Öffentlichkeit vorenthalten – das Kanzleramt sperrte die Akten. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Geheimhaltung nun für rechtswidrig erklärt.

Ganzkörperschleier: Frankreich will harte Strafen für Burka-Trägerinnen

Noch ist das geplante Verbot von Burkas in der Öffentlichkeit nicht durch, doch die französischen Behörden kündigen schon empfindliche Strafen für das Tragen an. Männer, die ihre Frauen zum Tragen des muslimischen Ganzkörperschleiers zwingen, erwarten bis zu ein Jahr Haft und eine Geldstrafe von 15.000 Euro.

Transatlantische Kooperation: FBI unterstützt de Maizière im Kampf gegen Kinderpornografie

Die rein private Regulierung des Online-Datenverkehrs hält Innenminister de Maizière nicht für ausreichend. Bei einem Besuch in Washington sprach er sich für ein Datenschutzabkommen zwischen Europa und den USA aus – und kündigte eine engere Zusammenarbeit mit dem FBI an.

Warenhauskette: Neue Bieter lassen Woolworth wieder hoffen

Der Billigkaufhauskette Woolworth drohte eben noch das Geld auszugehen, nun gibt es wieder Hoffnung. Der Finanzinvestor Gordon Brother habe dem Insolvenzverwalter ein neues Angebot vorgelegt. Als Bieter tritt aber nun auch eine Holding auf, an der die Tengelmanngruppe und der Textilhändler Kik beteiligt sind.

Scheinehe-Prozess: Mitangeklagte belastet “Obama von Altona” Ciftlik

Im Prozess um den früheren SPD-Sprecher in Hamburg, Bülent Ciftlik, hat eine Angeklagte den Bürgerschaftsabgeordnet mit ihrem Geständnis belastet. Sie bestätigte, dass Ciftlik sie zu einer Scheinehe mit einem türkischen Bekannten gedrängt habe. Im Gegenzug habe er ihr Hoffnung auf eine Beziehung mit ihm gemacht.

Burka-Verbot – Frankreich plant hohe Geldstrafen

Das in Frankreich geplante Verbot von Ganzkörperschleiern soll mit harten Strafen kombiniert werden. So kann das erzwungene Tragen einer Burka bis zu 15 000 Euro und ein Jahr Gefängnis kosten.

VW-Aktienübernahme: Betrugsklage gegen Porsche weitet sich aus

Die Klage gegen Porsche in den USA wegen Kursmanipulation wird massiver: 18 Fonds sind dem Verfahren beigetreten, der beklagte Schaden beträgt zwei Milliarden Dollar.

IT-Branche: Hewlett-Packard bringt sich mit Palm in Stellung

Die Übernahme des Smartphone-Herstellers Palm katapultiert HP in die mobile Topliga. Der Schachzug trifft Microsoft, Apple und Google.

Goldman Sachs : Jetzt ermittelt auch die Staatsanwaltschaft gegen Goldman Sachs

Die Investmentbank Goldman Sachs gerät nun auch ins Visier der US-Justiz. Die Staatsanwaltschaft in Manhattan soll Ermittlungen wegen Wertpapierbetrugs aufgenommen haben.

Justizministerium – Task-Force gegen Rechtsgeschwurbel

Seit einem Jahr leistet sich das Justizministerium einen besonderen Luxus: Ein Team von Germanisten versucht, Gesetze verständlicher zu machen – mit mäßigem Erfolg.

EU-Vergleich: Einzig Deutschland baut Arbeitslosigkeit ab

Deutschland entwickelt sich zum Musterschüler der Europäischen Union – zumindest, wenn man den Arbeitsmarkt betrachtet. Während alle anderen Länder höhere Arbeitslosenzahlen beklagen, ist die Quote in Deutschland rückläufig. Dramatisch ist die Situation hingegen in Spanien.

Vertrauensbildende Maßnahme: Schäuble drängt Banken zum Kauf griechischer Anleihen

Am Sonntag soll das Hilfspaket für Griechenland stehen – dann wird sich zeigen, ob das zur Beruhigung der Finanzmärkte reicht. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will vorbeugen: Er wird bei den Banken dafür werben, ihr Vertrauen durch den Kauf von Anleihen zu beweisen.

Schwere Krawalle befürchtet: 1. Mai Berlin zittert vor Linksautonomen und Nazis

Erstmals seit fünf Jahren wollen nicht nur Links-Autonome, sondern auch etwa 3000 gewaltbereite Neonazis wieder am Tag der Arbeit durch Berlin marschieren. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) erwartet “gewalttätige Auseinandersetzungen.” Die Polizeigewerkschaften fürchten sogar Tote.