Monats-Archive: Februar 2010

Warren Buffett: Investor-Guru rügt Absahner der Finanzbranche

Seit Monaten sorgen die satten Boni der Banker in Krisenzeiten für eine hitzige Debatte. Jetzt hat sich Warren Buffet eingeschaltet – und Top-Manager heftig gescholten. Seiner Meinung nach lebten die Spitzenverdiener auf zu großem Fuß – Verwaltungsräte hält er mitunter für “schäbige” Einrichtungen.

Wahlkampf-Finanzierung: Piratenpartei versilbert Alt-Plakate

Leere Kassen vor der NRW-Landtagswahl? Das soll die Piratenpartei nicht bremsen. Kurzerhand werden alte Wahlplakate zu Kunst erklärt und verkauft. Außerdem wollen die Netzaktivisten eine Piraten-Aktie auflegen – und lassen sich von bürokratischem Aufwand nicht schrecken.

Zukunftsmarkt: Deutschen Autobauern droht China zu entgleiten

Noch können deutsche Autohersteller wie Daimler, BMW und Volkswagen in China zulegen. Doch die deutschen Autobauer laufen “Gefahr, abgehängt zu werden”, so der chinesische Autoexperte Kuang-Hua Lin. In China sind kleine und sparsame Autos gefragt, da haben die meisten deutschen Hersteller Nachholbedarf.

Sozialstaatsdebatte – Clement verteidigt Westerwelle

Während die SPD eine Westerwelle-Attacke nach der anderen fährt, stellt sich ein Ex-Genosse hinter den FDP-Chef. Wolfgang Clement sieht ebenfalls “gesellschaftliche Tendenzen zur Dekadenz”.

Alte Masche, neu aufgelegt: Verbraucherschutzministerium warnt vor 1-Cent-Überweisungen

Vorsicht bei Mini-Gutschriften: Betrüger nutzen 1-Cent-Überweisungen, um Bankverbindungen auszuspähen, warnt das Verbraucherschutzministerium. Haben die Kriminellen Erfolg, buchen sie künftig angeblich höhere Beträge ab. Bisher allerdings, erwiesen sich solche Warnungen meist als unbegründet

Mutmaßlicher Folterknast: USA übergeben Militärgefängnis an Afghanen

Das berüchtigte US-Gefängnis Bagram nahe Kabul soll an die afghanischen Behörden übergeben werden. Menschenrechtsgruppen vermuten hinter den Gefängnismauern seit langem Misshandlungen der Häftlinge. Im Land selbst kam es erneut zu blutigen Anschlägen.

Gesundheitspolitik: Destruktive CSU nervt ihre schwarz-gelben Partner

Horst Seehofer spricht von Veto, Markus Söder stellt den Koalitionsvertrag infrage: Die CSU beharrt auf einer strikten Ablehnung der geplanten Kopfpauschale und ruft damit zunehmend den Unmut ihrer schwarz-gelben Partner hervor. In seltener Einigkeit kritisieren CDU- und FDP-Politiker die kleinste Regierungspartei.

Münsteraner Bischof – Ich schäme mich zutiefst

In ungewöhnlich deutlicher Form hat sich der Münsteraner Bischof Felix Genn für den sexuellen Missbrauch in katholischen Einrichtungen entschuldigt. Einen Runden Tisch zur Aufarbeitung lehnt sein Amtskollege Zollitsch ab.

Bischof Genn – Ich schäme mich zutiefst

In ungewöhnlich deutlicher Form hat sich der Münstersche Bischof Felix Genn für den sexuellen Missbrauch in katholischen Einrichtungen entschuldigt. Einen Runden Tisch zur Aufarbeitung lehnt sein Amtskollege Zollitsch ab.

Energieversorgung: Belgier wollen das Vattenfall-Netz übernehmen

Die Bundesregierung wird mit ihren Infrastrukturplänen scheitern. Denn Vattenfall steht kurz vor dem Verkauf seines deutschen Stromnetzes an den belgischen Netzbetreiber Elia. E.on hat den Netz-Verkauf ins Ausland schon besiegelt. Eigentlich wollte die Regierung einen bundesweiten Netzbetreiber schmieden.

Überalterung der Gesellschaft: Altkanzler Helmut Schmidt fordert Rente mit 70

Helmut Schmidt hat sich für eine schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre ausgesprochen. Die Probleme der älter werdenden Gesellschaft seien bislang durch den Zuzug junger Ausländer überdeckt worden, sagte der 91 Jahre alte frühere Bundeskanzler. Schmidt nahm allerdings auch die Jugend in die Pflicht.

Parteien – Sachsen-CDU räumt Fehler bei Sponsoring ein

Die CDU in Sachsen hat Fehler im Umgang mit Sponsoring-Paketen für Parteiveranstaltungen eingeräumt. Es sei unglücklich gewesen, Messestand-Besuche des Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich in die Sponsoring-Angebote zu schreiben.

Verhandlungen in Paris: Kriegsschiff-Deal irritiert die russischen Nachbarn

Zum ersten Mal will Moskau ein großes Kriegsschiff beim früheren Klassenfeind Frankreich kaufen. Das löst vor allem bei den Nachbarn Russlands große Sorge aus. Die Baltikstaaten und die Ukraine fürchten, dass die Schiffe eines Tages unter russischer Flagge zu feindlichen Manövern aufkreuzen könnten.

Schuldentilgung: Island versucht Einigung in letzter Minute

Die isländische Regierung ist zurück am Verhandlungstisch. Sie versucht nochmals Nachbesserungen für die Kreditkonditionen mit Großbritannien und den Niederlanden zu verhandeln. Am Freitag galten die Gespräche schon als gescheitert, doch ohne die Einigung wird Island kaum noch neue Kredite bekommen.

Überschwemmungen – Neue Haiti-Katastrophe nach Beben

Das Jahrhundert-Erdbeben in Haiti stürzte Hunderttausende Menschen in Tod, Elend, Verzweiflung. Jetzt die nächste Katastrophe!

Volksdroge: Alkohol ist das bewährte Schmiermittel der Politik

Ob als Stresskiller oder Lockermacher, Realitätsverscheucher oder Angstzerstäuber, ob als Bagger- oder Einschlafhilfe – Politik ist ohne einen kleinen Schluck weder denk- noch machbar. Das gilt nicht nur für Russland. Alkohol ist fraktions- und generationsübergreifend und auch vom Volk toleriert.

Gesundheitsprämie: Unions-Fraktionschef stellt sich gegen Seehofer

Die Koalition kommt einfach nicht auf einen Nenner. Während die CSU unter ihrem Chef Horst Seehofer strikt gegen die Einführung einer Gesundheitsprämie ist, hält die CDU dagegen. Unions-Fraktionschef Volker Kauder stützt den Versuch der FDP, den Einstieg in ein neues Modell vorzunehmen.

Finanzmärkte: Jetzt bestimmt die Politik wieder die Börsen

Europas Börsen driften auseinander. Die spanische Börse ist um 14 Prozent abgerutscht und hält damit die rote Laterne, gefolgt von Griechenland mit minus 12,9 Prozent. Dagegen stehen Deutschland und Luxemburg relativ gut da. Die “Welt am Sonntag” erklärt, wie Anleger darauf reagieren sollten.

Unwetterwarnung – Orkan Xynthia tobt über Deutschland

Das gewaltige Orkantief “Xynthia” hat über Westeuropa gewütet und mindestens 53 Menschen in den Tod gerissen. Die meisten Opfer gab es in Frankreich. Dort kamen 45 Menschen vor allem bei Überschwemmungen an der Atlantikküste ums Leben, wie das Innenministerium nach einer Krisensitzung mitteilte.

Wohlstand: Lebensqualität in Deutschland nimmt seit 2001 ab

Die Lebensqualität in Deutschland nimmt seit 2001 messbar ab. Das haben zwei Wissenschaftler festgestellt, die den Nationalen Wohlfahrtsindex entwickelt haben. Ihre Berechnungen stützen sich auf 21 Indikatoren, die Umwelt-, Gesundheits-, Sicherheits- und Konsumdaten abbilden.