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Monats-Archive: Dezember 2009
Bankenpleiten: Island zahlt seine Milliardenschulden zurück
Der Zusammenbruch der Banken hat Island Milliardenschulden hinterlassen. Nun hat das isländische Parlament der Rückzahlung von 3,8 Milliarden Euro an Großbritannien und die Niederlande zugestimmt. Islands Regierungschefin Jóhanna Sigurdardottir musste schwer um das Gesetz kämpfen. Es war in Island heftig umstritten.
Stoiber in Bedrängnis: Seehofers CSU im Milliarden-Sumpf der BayernLB
Über die BayernLB ist die CSU in ihre tiefste Krise seit Jahrzehnten gestürzt. Fehlentscheidungen wie der Kauf der maroden österreichischen Bank Hypo Alpe Adria hängen ihr wie ein Mühlstein am Hals. 3,7 Milliarden Euro musste der Steuerzahler bereits für das Desaster zahlen. Ministerpräsident Horst Seehofer gibt den Zweckoptimisten.
Selbstmordanschlag auf CIA-Basis: Der Attentäter kam in Uniform
Der Mann trug afghanische Armeeuniform und erregte offenbar keinen Verdacht. Dann sprengte er sich mitten im Fitnessraum einer US-Basis im Süden des Landes die Luft. Acht Amerikaner starben – die meisten sollen Mitarbeiter der CIA sein. Afghanen beklagen unterdessen zivile Opfer.
Internationale Truppen – Verlustreiches Jahr am Hindukusch
Die internationalen Truppen in Afghanistan erlebten 2009 eines der härtesten Jahre seit der US-Invasion vor acht Jahren. Nicht nur die Zahl getöteten US-Soldaten verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr.
Finanzkrise: Island zahlt Milliardensummen zurück
Massiver Druck aus dem Ausland und der drohende Staatsbankrott ließen der Regierung Islands keine andere Wahl: Das Parlament segnete ein Gesetz ab, das die Rückzahlung ausländischer Spareinlagen garantiert. Verbitterte Bürger hatten gegen die Gesetzesvorlage demonstriert.
US-Geheimdienst in der Kritik: CIA kann erneut Selbstmordattentäter nicht stoppen
Es war offenbar kinderleicht in die Sicherheitszone des US-Geheimdienstes CIA einzudringen. Der Selbstmordattentäter zog sich eine Uniform der afghanischen Armee über und spazierte in den US-Stützpunkt. Seine Bombe tötete acht US-Bürger. Die Opfer sind CIA-Agenten oder Söldner. In jedem Fall trifft der Anschlag den Geheimdienst schwer.
US-Geheimdienst in der Kritik: CIA ist machtlos gegen Selbstmordattentäter
Es war offenbar kinderleicht in die Sicherheitszone des US-Geheimdienstes CIA einzudringen. Der Selbstmordattentäter zog sich eine Uniform der afghanischen Armee über und spazierte in den US-Stützpunkt. Seine Bombe tötete acht US-Bürger. Die Opfer sind CIA-Agenten oder Söldner. In jedem Fall trifft der Anschlag den Geheimdienst schwer.
Handwerk im Umbruch: Das Ende der glückseligen Schornsteinfegerei
Bisher galt die Schornsteinfegerei in Deutschland als Insel der Glückseligkeit. Lange gab es das Kehrmonopol. Bis heute arbeiten Schornsteinfeger in Bezirken konkurrenzlos. Bald ändert sich das. Und die als Glücksbringer geltenden Handwerker müssen sich auf harten Wettbewerb einstellen.
Steuerpolitik: Schäubles größtes Problem ist Angela Merkel
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), die beiden erfahrensten Minister der Koalition, gehen beim Kampf um die Steuerreform gegeneinander in Stellung. Schäuble will kräftig sparen, Brüderle die Steuern senken. Es ist das letzte Gefecht der Bonner Republik.
Teure Werbeverträge: Woods-Skandal vernichtet Milliarden an den Börsen
Die Affäre des Golf-Profis Tiger Woods hat die Aktionäre seiner Sponsoren viel Geld gekostet. Der Skandal führte bei den Woods-Sponsoren in den 13 Handelstagen zwischen dem Autounfall und seinem Geständnis zu einem Minus von bis zu zwölf Milliarden Dollar. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Berkeley.
Werbestar: Tiger Woods vernichtet Milliarden an den Börsen
Die Affäre des Golf-Profis Tiger Woods hat die Aktionäre seiner Sponsoren viel Geld gekostet. Der Skandal führte bei den Woods-Sponsoren in den 13 Handelstagen zwischen dem Autounfall und seinem Geständnis zu einem Minus von bis zu zwölf Milliarden Dollar. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Berkeley.
In Facebook – Ausbrecher verspottet die Polizei
Wenn Englands Polizei wissen will, was der flüchtige Ausbrecher Craig Lynch (28) gerade macht, muss sie nicht mehr auf ihre Fahndungsabteilungen hoffen, sondern nur noch im Internet-Netzwerk Facebook nachschauen. Und das schon seit Lynchs Flucht im September. Eigentlich sollte er wegen schweren Diebstahls sieben Jahre absitzen.
AIG: US-Topmanagerin geht wegen Gehaltsdeckelung
Die Kritik an den exzessiven Manager-Gehältern hat Anastasia Kelly offensichtlich wenig beeindruckt. Die Topmanagerin des schlingernden US-Versicherungsriesen AIG hat gekündigt, weil sie die Begrenzung ihres Salärs unangemessen fand. Sie Kassiert eine Abfindung in Millionenhöhe.
Energie: Jürgen Rüttgers, Schutzpatron
Der Stromkonzern E.on will in NRW ein neues Kohlekraftwerk bauen. Ein Klimaschutzparagraf störte die Pläne – also hat die Regierung des Landes ihn kurzerhand gestrichen
Linksextremismus – CSU wirft Wowereit Untätigkeit vor
Die Zahl der von Linksextremisten in Berlin verübten Straftaten hat sich in diesem Jahr verdoppelt. Die CSU nimmt nun Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit in die Pflicht.
Weltkrise privat: Endlich Schluss mit dem Horrorjahr!
Was für ein Jahr! Wir haben die Schweinegrippe überlebt und die Abwrackprämie, den Fast-Untergang der SPD und das Wachstumsbeschleunigungsgesetz, Tokio Hotel und die Klimakatastrophe. Trotzdem bleiben 30 allerletzte, große Fragen – und nur auf eine gibt es eine wirkliche Antwort.
Finanzkrise: Island zahlt Spargroschen zurück
Es war ein Votum gegen die Mehrheit der Bevölkerung: Das isländische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das ausländischen Anlegern die Rückzahlung ihrer Spareinlagen zusichert. Die Regierung erhofft sich davon, die Reputation Islands im Ausland wieder herzustellen.
Politische Karrieren 2009: Die da oben, die da unten
Er würde 2009 wohl am liebsten vergessen: CDU-Arbeitsminister Jung verlor seinen Job. Auch für die SPD-Politiker Steinmeier und Müntefering war das Jahr zum Abhaken – während andere Karriere machten. SPIEGEL ONLINE zeigt die Auf- und Absteiger des Jahres.
Iran: Angehörige dementieren Flucht von Oppositionsführer Mussawi
Die Oppositionsführer Mussawi und Karrubi befinden sich offenbar noch immer in Iran. Berichte, wonach sie Teheran verlassen hätten, wurden als falsch zurückgewiesen. Solche Fehlinformationen schafften ein Klima der Angst und des Terrors, warnte Karrubis Sohn Hossein.