In nur 30 Jahren vom kommunistischen Armenhaus zur kapitalistischen Weltmacht. In solchen “Gründerjahren” steigen die Einkommen der Fabrikanten und Spekulanten schneller als die der Durchschnittsmalocher.
Der Rausschmiss von Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (68, SPD) stürzt die SPD in eine gefährliche Zerreißprobe!
Milliardenloch im Sonnenstaat: Per Erlass hat Gouverneur Schwarzenegger verfügt, 22.000 Stellen im öffentlichen Dienst abzubauen. Zudem sollen Hundertausende Staatsbedienstete vorläufig nur noch einen Mindestlohn ausbezahlt bekommen.
Hessens Ministerpräsident Roland Koch hat sich sich hinter Gitter begeben - in hochpolitischer Mission. Das Thema Jugendkriminalität treibt ihn weiter um.
US-Präsident George W. Bush hat die Einsatzdauer für US-Soldaten im Irak verkürzt und einen kompletten Abzug weiterer Einheiten in Aussicht gestellt.
Vertreter von Ver.di und Lufthansa haben sich in Frankfurt zu inoffiziellen Verhandlungen getroffen. Experten sehen Chancen, dass jetzt Bewegung in den festgefahrenen Tarifstreit kommt - doch einstweilen entfaltet der Ausstand immer mehr Wucht: Nun fallen täglich 128 Flüge aus.
Nach vier Tagen Streik ist Bewegung in den Tarifstreit bei der Lufthansa gekommen. Erstmals seit dem Abbruch der Verhandlungen vor drei Wochen kamen Vertreter von Lufthansa und der Gewerkschaft Ver.di zusammen, um eine Basis für neue Verhandlungen zu erkunden. Der Streik dauert trotzdem an.
Frank-Walter Steinmeier hat sich als erstes SPD-Führungsmitglied gegen einen Parteiausschluss von Wolfgang Clement gewandt. Zugleich zeigte er sich besorgt über den Mitgliederschwund in der Partei.
Nur noch zwölf statt bisher 15 Monate - US-Präsident Bush hat die Einsatzdauer für US-Soldaten im Irak verkürzt und einen kompletten Abzug weiterer Einheiten in Aussicht gestellt.
Die SPD wollte den Sommer zum Auftanken nutzen, im Herbst mit Kanzlerkandidat und neuem Regierungsprogramm in die Offensive gehen - stattdessen kam das Rauswurf-Urteil gegen Clement. Nun ist die Partei über sich selbst erschrocken.
Chinas Behörden zensieren freie Medien - nicht nur im Olympia-Pressezentrum. Im Deutschen Haus in Peking dürfen keine deutschen Zeitungen ausgelegt werden. Das sei inakzeptabel, wettert Bundestagspräsident Norbert Lammert in einem Brief an das IOC.
Der Ausschluss von Wolfgang Clement hat die Parteispitze überrascht. Jetzt streiten prominente und weniger bekannte SPD-Politiker über das Vorgehen. Lautstark und unter den Augen der Öffentlichkeit. Eins scheint klar: Der Parteiausschluss richtet in der SPD mehr Schaden an als Clements Äußerungen.
Fast alle Länder müssen ihre Nichtraucherschutzgesetze überarbeiten. Eine Möglichkeit ist ein striktes Rauchverbot, wie es in Bayern gilt. Doch selbst da kann noch geraucht werden.
Ver.di kämpft um Hertie: Die Gewerkschaft will jetzt die frühere Mutter des pleite gegangenen Traditions-Warenhauses in die Verantwortung für die Mitarbeiter nehmen - den Handelskonzern Arcandor. Viel Hoffnung auf Erfolg besteht allerdings nicht.
Weil das Internationale Olympische Komitee die Online-Zensur Chinas bisher stillschweigend billigt, hat ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender eine schnelle Stellungnahme von IOC-Chef Jacques Rogge angemahnt. Der IOC-Pressechef hatte angedeutet, dass Rogge die Einschränkung der Pressefreiheit abgesegnet habe.
Das ZDF darf nicht mehr eine Äußerung von Marianne Birthler verbreiten, Gregor Gysi habe im Fall Havemann “wissentlich und willentlich” an die Stasi berichtet.
Mit ihren Plänen, die Atomforschung mit Millionenbeträgen zu fördern, stößt Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) auf Widerstand in der Koalition. Zudem ist zwischen der Atomwirtschaft und Umweltschützern ein neuer Streit über ein Endlager entbrannt. Angeblich wurde im Atommülllager Asse auch hoch radioaktives Material eingelagert.
Ruhe in der Sommerpause - das wollten die Sozialdemokraten. Doch mit dem Frieden ist es vorbei: Wolfgang Clement soll die SPD verlassen, urteilte die Schiedskommission in Nordrhein-Westfalen. Jetzt drohen der Partei neue Grabenkämpfe.
Dank des boomenden Gas- und Ölgeschäfts laufen die Geschäfte bei BASF glänzend. Doch das hat auch eine Kehrseite. Der teure Ölpreis sorgt zugleich für einen Gewinnrückgang bei der Sparte Chemikalien. Von einem konjunkturellen Rückgang hingegen ist bei BASF noch nichts zu spüren.
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli zwar leicht gestiegen, aber Grund zur Sorge besteht nicht. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet trotz abflauender Konjunktur mindestens bis 2009 mit einer Fortsetzung des Job-Booms. Daran können weder der schwache Dollar noch die Finanzkrise etwas ändern.